Programmübersicht 2011

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Das ist in der Kommunalpolitik ganz anders: Da gibt es jeden Tag was zu lachen, besonders wenn kein Mensch damit rechnet. Das hängt einfach mit den ‚Spontan-Clowns’ zusammen, die dort auf der Bühne uninformiert und nicht uniformiert herum turnen. Zum Beispiel dieser lockere neue CDU-Frontmann Gilles, eine ausgelassene Frohnatur, die zu allen Themen einen Spruch drauf hat, der immer paßt, weil er nichts aussagt. Oder der kumpelige Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Tom Schmidt: Ein Pfundskerl, mit dem man Pferde stehlen kann. Insider behaupten noch heute, er wäre jahrelang mit dem verstorbenen Reiner Schreiber in Campingurlaub gefahren. Überhaupt ist der rheinische Humor mittlerweile nur noch in den Reihen von Schwarz-Grün angesiedelt, wahrscheinlich, weil der Koalitionsvertrag schon ein Megawitz war.
Dagegen wirkt die SPD-Fraktion wie eine rote, übersäuerte Tomatensuppe, bei der das Verfallsdatum schon länger abgelaufen ist. Der Fraktionsvorsitzende Klein ist zwar fast zwei Meter groß, läuft aber nur noch in gebückter Haltung durchs Bonndorf, weil ihn der ganze Politbetrieb meist verdrießlich stimmt. Seine Fraktion ist längst zum Sammelbecken inkompetenter Nobodys mit ‚Null-Inspiration’ verkommen. Hauptsache, die Quote stimmt.
Die Rolle des gackernden und geifernden Fieslings hat der Bürger-Bund in Gestalt seines Vorbellers Wimmer übernommen. Der ehemalige CDU-Mann ist einfach ein Sympathieträger, mit dem nur niemand was zu tun haben möchte. So ist das halt, wenn man nicht mehr arbeiten muß und glaubt, politisch immer noch unentbehrlich zu sein.
Von den traurigen Restfiguren im Stadtrat ist eigentlich nur der Linke Faber eine halbwegs interessante Figur. Er ist zwar in der falschen Partei, aber wo sollen denn Leute noch hin, die über etwas Drive verfügen? Die Multikulti-Vertreter und der rechte Pro-Mann stellen eindrucksvoll unter Beweis, daß sie nicht in einen Stadtrat gehören, weil sie einfach nichts zu sagen haben. Und die Liberalen? Ja, die gibt es auch (noch)!
Und sonst in Bonn? Wie läuft’s? Was macht die Frau, der Hund, das Auto? Alles bestens, immer wigger!
Und was macht das WCCB? Was macht die Staatsanwaltschaft und ihr selbst ernannter ‚Aufklärungssatellit’ General-Anzeiger? Alles bestens, immer wigger. Im Januar ist unfreiwilliger koreanischer Besuch aus USA angekommen und damit ist die Fortsetzung des Karnevals mit anderen Themen über Aschermittwoch hinaus gesichert. 2012 erscheint die ‚Millionenfalle’ nach ihrer 100. Folge in einer schweinsledergebundenen mehrbändigen Ausgabe und wenn nicht, hätten wir noch mal Glück gehabt.
BONNDIREKT bleibt dran am CIRCUS BONNCALLI, informiert und kommentiert im Schrift, Bild- und Comicformat, demnächst auch mit ‚under-cover’-Gastautoren und der neuen Fortsetzungsgeschichte ‚Die Milieufalle’. Schließlich ist doch eines klar: „Et hätt noch immer jot jejange!“ (R.Wien)
Januar 2011

