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Der Kommentar zum Thema

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Bye, bye BSC

Es ist schon ein Trauerspiel um den führenden Bonner Fußballverein: Der BSC verlor mangels Finanzmasse die Lizenz für die Regionalliga und steigt zwangsweise ab. Wo der Abstieg endet, ist noch unklar. Es kann durchaus sein, daß auch die darunter liegende NRW-Liga nicht gehalten wird und damit wäre der BSC auch in der Region nicht mehr Spitze, würde vom Rhein-Sieg-Verein Germania Windeck überholt.

Es ist schon eine Tragikkomödie, die sich da um den Bonner SC dreht: Jetzt klappte es in der abgelaufenen Saison sportlich endlich mal gut und die Fußballer traten sich von einem lange gehaltenen Abstiegsplatz bis auf Platz 10 der Schlußtabelle hoch. Doch das nützte nichts: Es fehlten nach dem letzten Spieltag keine Punkte, sondern eine Bürgschaft in Höhe von 300.000 Euro sowie 150.000 Euro zur Deckung einer aktuellen Liquiditätslücke. Vielleicht auch mehr?

Da bleibt eigentlich nur die sicherlich unangenehme, aber einzig zur Wiederauferstehung des Vereins mögliche Lösung, die auch schon andere Vereine erfolgreich praktiziert haben: Selber Insolvenz anmelden und wieder ganz klein und unten anfangen. Eine Blamage wäre das nicht, es würde im Gegenteil von Weitsicht künden. Eine Eigenschaft, die bei Funktionären und Fans eher spärlich vertreten ist.

Was lernt nicht nur der BSC aus diesem Desaster? In Bonn gibt es offensichtlich keine wirklichen Sponsoren aus der Wirtschaft, um Fußball in dieser Stadt auch durch Leistung in die Schlagzeilen zu bringen. Solarworld-Chef Frank Asbeck sponsert lieber Lukas Podolski und den 1.FC Köln statt die Bonner Provinz-Tretertruppe und man kann es ihm nicht mal verdenken. Ein Sponsor möchte ja auch als Gegenleistung zumindest vom Image eines Vereins profitieren. Und das provinzielle Image wird der BSC wohl nicht mehr los, weil er meist provinziell geführt wurde. Die Abhängigkeit von einem einzigen privaten Sponsor, dazu noch über Darlehen, hat den Verein letztlich in eine ausweglose Situation manövriert. Der Karren ist so tief im Dreck, daß es zur Insolvenz-Anmeldung keine wirkliche Alternative gibt. Aber dies heißt im Klartext: Bye, bye BSC.
 

Pütz & Schmitz

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Pütz & Schmitz beim BSC
   

Sportliches Bonn

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Baskets Bonner SC
Volle Basketball-Ränge Leere Fußball-Ränge
Judo Bootstaufe
Hip-hop in der Turnhalle Rheinische Galeere
Triatlon Godesberger Fussballverein
Marathon für Alle VIP-Lounge des Godesberger Fußballvereins
Schwimmen Reiten
Synchron-Atmen Mit 1 PS und ohne Katalysator durchs Gelände
Lauftreff Ennert Rollstuhlsport
Gehen oder laufen? Rollis "in action"
Sportpark Nord Ehemalige Radrennbahn
'Bonn-Arena' (Sportpark Nord) Frühere 'Bonn-Arena' (altes Poststadion)
   

Wie sportlich ist Bonn?

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Fechten in Bonn
BONN
Fußball
Basketball
Schwimmen
Fechten
Breitensport
„Bonn – Die Sportstadt“. So wirbt das Presseamt für die bald 320.000-Einwohner-Stadt, in der es viel Breitensport und wenig Spitzensport gibt. Die in Deutschland populärste Sportart Fußball war in Bonn immer ein Stiefkind. Zu den Highlights auf überregionaler Ebene zählte vor Jahrzehnten der Gewinn der deutschen Amateur-Vizemeisterschaft durch die damalige TuRa Bonn (1961/62), die später im heutigen Bonner SC aufging. Ansonsten ging es in Bonn immer sehr amateurhaft zu. Das liegt auch am nahen Köln, wo mit dem 1.FC Köln eine Herz-Schmerz-Truppe gegen den Ball tritt, die im weiten rheinischen Umkreis ihre Fans besitzt und verbliebene Talente anzieht. Der Bonner SC machte sich immerhin als gelegentliche ‚Skandaltruppe’ einen Namen (Lizenzentzug 1976/77) oder durch Kuriositäten (die kubanische Nationalmannschaft sollte 1999 den BSC in Pflichtspielen der Oberliga vertreten).Der Verein kämpfte nicht nur auf dem Rasen eher glücklos um seine Existenz. Und als es in der vergangenen Saison endlich auch mal sportlich besser lief, lief in der Vereinskasse leider gar nichts mehr. Die Folge war der Zwangsabstieg wegen finanzieller Schieflage. Armer BSC, irgendwie hat der Verein tragisch-komische Züge.

Einen Spitzenverein dürfen sich dagegen die ‚Telekom Baskets’ nennen, sie spielen seit Jahren in der Basketball-Bundesliga auf den vorderen Rängen mit, aber auch bei ihnen hat es noch nicht zu einem Titel gereicht. Die Truppe verfügt zwar über einen hochmotivierten Fankreis, aber Basketball zieht von den Zuschauerzahlen nun mal weniger als Fußball, obwohl in Bonn  Basketbal mehr Zuschauer als Fußballer mobilisiert. Ohne das langfristige Sponsoring der Telekom würde aber auch Basketball in Bonn wohl eher in unteren Ligen gespielt. Und ob die Zukunft der Telekom Baskets trotz der Telekom-Gelder sicher ist, wird sich demnächst zeigen, wenn es um weitere Nutzung und Auslastung der Sportstätte ‚TelekomDom’ geht.

Der größte Bonner Sportverein, die ‚Schwimmsportfreunde Bonn 1905’, verfügt über mehr als 8.000 Mitglieder und betreibt Spitzen- und Breitensport. Er brachte Europameister im Badminton, Goldmedaillengewinner im Modernen Fünfkampf hervor, im Schwimmen  gab es Medaillengewinner bei Olympischen Spielen und Sieger bei internationalen und vielen deutschen Meisterschaften, der Verein wurde auch Deutscher Meister im Volleyball. Er verfügt über eigene Vereinsanlagen (Hallenbad, Bootshaus, etc.) und betreibt gegenwärtig 27 verschiedene Sportarten. Ähnlich wie der Godesberger TV in Bad Godesberg ist der Verein gesellschaftlich fest im Stadtbezirk Bonn verankert.
Eher eine Sportart ‚im Verborgenen’ ist Fechten. In Bonn sitzt das ‚Leistungszentrum des deutschen Fechterbundes’ und dieses brachte im ‚Olympischen Fechtclub Bonn’ schon höchst erfolgreiche Weltmeister und Olympia-Sieger aus Bonn hervor. Aber wieviel Zuschauer gehen schon zum Fechten? Da schauen ja mehr Leute zu, wenn auf irgendeinem Sandplatz ein paar Boule-Spieler sich die Kugeln um die Ohren werfen.    

Richtig ‚Spitze’ ist Bonn eigentlich nur im Breitensport. In den Vereinen bewegen sich einige Zehntausende sportlich Interessierte, teilweise in höchst attraktiven Sportarten wie ‚rope skipping’ oder ‚Senioren-Prellball’. Sehr löblich und gesundheitsfördernd, wenn auch die Zuschauerquote beim Breitensport konsequenterweise gegen Null tendiert. Wir gucken ja manchmal auch mitleidig weg, wenn sich übergewichtige Jogger und –rinnen über den Asphalt quälen. Wer will schon so etwas sehen?

„Bonn – Die Sportstadt“? Zumindest das Fragezeichen hat Aussagekraft.