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Aufhören, Herr Dr.Gilles!

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Wenn es noch eines letzten Beweises bedurft hätte, welche Ansammlung von Gartenzwergen gegenwärtig die Mehrheit im Bonner Stadtrat bildet, dann war es das Ultimatum dieser selbst ernannten ‚Gestaltungskoalition’ aus CDU und Grünen an die Deutsche Post.
Der Sponsor sollte - und zwar schleunigst – erklären, wie es denn nun mit der versprochenen 30-Millionen-Spende zum Festspielhaus weiter geht. Könnte die Stadt nächste Woche einen Boten vorbeischicken, der das Geld gleich mitnimmt? Gegen Quittung natürlich und es kommt auch nicht Herr Naujoks zum Geldabholen, sondern die Herren Gilles und Schmidt kommen im Duo. Anschließend lobt der General-Anzeiger die Beiden: So mache man tatkräftige Politik, da könne sich der Oberbürgermeister mal eine Scheibe von abschneiden.

Bei der Dämlichkeit der handelnden Akteure wäre allerdings zu befürchten, dass sie das Geld auch noch in zwei Plastiktüten abholen und eine Tüte bei der Rückfahrt versehentlich in der U-Bahn liegen lassen.

Natürlich hat es in diesen trüben Zeiten einen gewissen Unterhaltungswert zu erleben, von was für Deppen wir auf allen Ebenen regiert werden. Aber mittelfristig übersteigt der Schaden, den sie dabei anrichten, die Unterhaltsamkeit ihres Tuns.

‚Public-Private-Partnership’ lautet der Zauberbegriff für private Unterstützung von öffentlichen Projekten. Das reicht von der finanziellen Unterstützung städtischer Weihnachtsdekoration über Brunnen-Sponsoring im Sommer bis zur Millionenspende für ein Festspielhaus. Von ‚partnership’ kann aber keinerlei Rede sein: Wer jemals die Stadt mit einer noch so kleinen Spende unterstützt hat, erhielt dafür im Gegenzug kaum Unterstützung. Im Gegenteil: Manchmal ist es so, dass man einen Blumenstrauß in die Verwaltung bringt und statt ‚Danke’ wird man angeschnauzt, wieso man keine Vase mitgebracht hat.

Auf das zukünftige Sponsoring wird das undiplomatische Verhalten des Herrn Gilles gegenüber der Post nicht ohne Wirkung bleiben. Selbst die lokale Tagespresse empörte sich und hatte mal etwas anderes zu bieten als die gebetsmühlenartigen Wiederholungen mit immer gleichem Text zum Thema WCCB, Naujoks oder Nimptsch.

Bei soviel einheitlicher Kritik an seiner ‚diplomatischen Offensive’ sollte Herr Dr. Gilles der Stadt und den Befürwortern des Festspielhauses einen letzten Dienst erweisen und zurücktreten. Denn eines hat er eindrucksvoll bewiesen: Er kann es nicht!