‚Bußgeld-Engel’: Im Kopf falsch geparkt
Die Aktion gegen Falschparker während des Weihnachtsgottesdienstes im Bonner Münster zeigt einmal mehr, was die Bonner Stadtverwaltung in Teilen ausweist: Eine kaum zu übertreffende Instinktlosigkeit und ein obrigkeitsstaatliches Gehabe wie zu besten Zeiten des Preussentums.
Hier geht es nicht um Verteidigung von Falschparkern, hier geht es um Fingerspitzengefühl: Wer hat sich diesen fünfköpfigen Politesseneinsatz ausgedacht? Wir wollen Namen wissen, damit sich die Öffentlichkeit an der richtigen Stelle für diesen Einsatz bedanken kann. Und wir wollen wissen, was der Personaleinsatz an diesem Tag um diese Uhrzeit gekostet hat und was für den Stadtsäckel dabei heraus gekommen ist! Möglich ist ja auch noch, dass die Aktion unterm Strich defizitär war und das Ganze dann als Verkehrserziehung deklariert wird.
Da hat sogar unser preisgünstig finanzierter Bundespräsident recht mit seiner Formulierung in eigener Sache: „Ich habe gelernt, dass nicht alles, was juristisch rechtens ist, auch richtig ist“. Einen solchen Spruch erwarten wir jetzt auch von der Verwaltungsspitze. Ansonsten steht die Behauptung im Raum: In der Bonner Stadtverwaltung gibt es Figuren, die haben nichts gelernt und sind auch noch im Kopf ‚falsch geparkt’.
Übrigens: Als vor einigen Jahren die neben dem Münster liegende Garage von der damaligen Geschäftsführung den Gottesdienstbesuchern zum ‚Nulltarif’ angeboten wurde, gab es nur ganz wenige Autofahrer, die dies nutzten. Mittlerweile ist – auch aus diesem Grund – das Parkhaus Weihnachten geschlossen.
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