Reingetreten

| BONN GRAFFITI HUNDEKOT KAUGUMMI TAUBENDRECK |
Aus dem Urlaub zurückgekehrt, fällt es vielen noch mehr auf als sonst: Bonn zählt sicherlich nicht zu den saubersten Städten im Land. Nicht nur in der Schweiz, auch vergleichbare Städte in Frankreich, Italien oder nur in Deutschland präsentieren sich in den Innenstadtbreichen weniger verdreckt als die Bundesstadt Bonn mit ihrem internationalen Anspruch. Ein alter, abgestandener Witz über die angebliche Provinzialität Bonns lautet:
„Bonn ist halb so groß und doppelt so tot wie der Friedhof von Chicago“. Man könnte noch ergänzen: „Und zehnmal so dreckig wie besagter Friedhof“.
Hundekot auf Wiesen und an Baumrändern, Kaugummidreck-Mosaike in teuer renovierten Fußgängerzonen, Taubenkot an Häusern, Denkmälern und auf Bänken, beschmierte Buswartehäuschen und U-Bahnstationen, hirnfreie Graffiti an jeder Ecke, am Rathaus und anderen denkmalgeschützten Gebäuden, an Brücken und Hinweisschildern.
Gäbe es ein „Ferkel-Ranking“, Bonn wäre auch dort in den „TOP TEN“, nicht nur bei den Wirtschaftsstandorten. Wieso ist dies so? Haben wir keine Reinigungskräfte in der Stadt oder arbeiten diese zu wenig oder zu langsam? Fehlen Abfallbehälter? Oder fehlt einfach ein Schuldgefühl der Verursacher der vielen Ferkeleien?
Zur Ehre der Verwaltung sei gesagt: Das Stadtreinigungsamt ist gut ausgerüstet und arbeitet auch intensiv an der Beseitigung des Drecks, ohne allerdings dauerhaft dem negativen Gesamteindruck erfolgreich entgegen zu wirken. Das lässt nur einen Schluss zu: Wir haben zu viele Ferkel in der Stadt.
Dreck am Dekor

Picknick an der Oper

Gummi am Fuß

Oktober 09




