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Pütz & Schmitz

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Pütz & Schmitz
Zeichnung R. Wildermann/Text E.Ruckes
 

Verrichtungsbox

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Verrichtungsbox
VERRICHTUNGSBOX
Abbretterbude
Bumsstadl
Fuckport
Vögelkäfig
Schiebeschuppen
Verkehrte Welt: Natürlich kann man auch mit ruhendem Verkehr Einnahmen erzielen, dies stellt uns die Stadt Bonn mit Hilfe ihrer Politessen und den von ihnen überführten Falschparkern immer wieder eindrucksvoll unter Beweis.
Für den laufenden Verkehr muss die Stadt indes Geld aufbringen, so wie jetzt bei der Errichtung von ‚Verrichtungsboxen’.

Immerhin weit über € 120.000 kosten jährlich Geländepacht, Wachmannschaft und Alarmanlage. Zusätzlich sechsststelliger Betrag für Material und Bau der hoch ansehnlichen ‚Fuckports’, mit denen man nun wirklich keinen Architekturpreis gewinnen kann. Aber das ist ja auch nicht gewollt, man möchte nur Ordnung schaffen in einem Metier, was sich zu grotesken Stammtisch-Kommentierungen ebenso wie zur Regulierung durch Kommunalpolitik und Verwaltung eignet.


Und woher stammt denn nun dieser in seiner Plattheit nicht mehr zu toppende Bürokratiebegriff ‚Verrichtungsbox’? Der steht in keinem seriösen Wörterbuch und ist wahrscheinlich einem hoffnungslos verklemmten stellvertretenden Bauamtsleiter eingefallen, als er gerade seine Thermosflasche mit grünem Tee aufschraubte.

Sei’s drum, jetzt herrscht(!) auch im Rotlichtmilieu etwas mehr Ordnung und Ordnung muss schließlich sein, das wusste schon ‚Hausmeister Krause’ alias Tom Gerhardt. Allerdings bleiben mal wieder ein paar Fragen, die sich vielleicht in der Alltagspraxis von selbst klären werden:

Wie wird denn nun hinter der Bretterwand richtig abgebrettert? Fährt man von hinten oder von vorne rein? Die Fotos (s.oben) geben da noch keine eindeutige Auskunft. Das sollte in einem interfraktionellen Antrag in einer Sondersitzung geregelt werden. Aber bitte zügig!