Bonn Rhein-Sieg


Bonner Ansichten – Bonner Perspektiven

(e.r.) – Was unterscheidet einen Bildband von einem Roman oder gar einem Sachbuch? Richtig: Den Bildband nimmt man spontaner in die Hand, er macht schneller neugierig, ist in aller Regel ein „Eye-Catcher“ in eigener Sache.

Ansichten über Bonn gibt es viele. Sie beziehen sich auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der ehemaligen Bundeshauptstadt und jetzigen Bundesstadt. Da gibt es ebenso ehrenwerte wie spöttische Ansichten: „Bonn ist zwar nur halb so groß, aber doppelt so tot wie der Friedhof von Chicago!“ In der damaligen Diskussion über die Verlegung des Regierungssitzes gab es aber auch sehr honorige andere Ansichten über die ‚kleine Stadt am Rhein‘. Der Satz eines führenden damaligen Bundesministers sei hier zitiert: „Bonn hat sich über das Provisorium hinaus entwickelt“. Das klingt etwas nach Understatement, trifft aber die mit dem Strukturwandel verknüpfte Entwicklung Bonns recht genau.

Ob die inzwischen 320.000 Einwohner zählende Stadt noch klein zu nennen ist oder es jemals war, können die Betrachter der Fotos und Perspektiven des Bildbandes von Dieter Hüsken selber beurteilen. Dort sind nicht nur ‚Ansichten‘ im anderen Sinne des Wortes, sondern auch Perspektiven, ebenfalls im doppelten Sinne des Begriffes zu erkennen. Hüsken ist mit seinen Fotos eine Symbiose von optischer Darstellung und phantasie-beflügelnder Perspektive dokumentarisch gelungen oder anders formuliert: Der Bildband ‚BONNER PERSEPKTIVEN‘ liefert ein formidables Bonn-Portrait und wird auch dem Untertitel des Buches gerecht: ‚Vom Reiz der Viertel‘. Genau diese Viertel mit ihrer gegensätzlichen Vielfalt von Moderne und Tradition schaffen eine spontane Identifikation und Sympathie für Bonn.

Die Stadt erscheint in diesem Buch auch als lebendiger Beweis, dass die ‚Neugründung‘ oder Raumordnung von 1969 mit der Zusammenführung der alten Stadt Bonn, Bad Godesberg, Beuel und dem damaligen Amt Duisdorf sich als politischer Glücksgriff erwiesen hat und die Gesamtstadt Bonn heute als homogene Einheit erscheinen lässt.

In seinem Vorwort plaudert Dieter Hüsken über ‚Ansichten und Aussichten‘ Bonns und kommt zu dem Resultat, die Stadt sei „Offen, tolerant und fröhlich“. Wo der Mann Recht hat, hat er Recht und den Beweis liefert er mit dem vorliegenden Bildband.

 

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