Kultur


Im Freien - Beethoven und die Natur

(e.b.) - Am Samstag, 4. November 2017, lädt das Beethoven-Haus zu einem Tag der Offenen Tür zum Thema "Beethoven und die Natur“ ein. Von 10-18 Uhr können die Besucher bei freiem Eintritt an Kurzführungen durch die Sonderausstellung teilnehmen, sich auf Entdeckungsreisen durch das Museum begegeben, Familienangebote wahrnehmen, an einer Weinverkostung teilnehmen oder im Kammermusiksaal eine Streichsextett-Fassung der „Pastorale“ erleben. 

Eine Sonderausstellung im Beethoven-Haus zeichnet anlässlich der Weltklimakonferenz in Bonn Beethovens Naturverbundenheit nach. 3. November bis 19. Dezember 2017 In einer kleinen, aber feinen Kabinettausstellung rückt das Beethoven-Haus einen wesentlichen Aspekt im Leben Ludwig van Beethovens in den Fokus, der Einblicke sowohl in seine Geisteshaltung und de Alltagsgestaltung verleiht als auch in den kompositorischen Schaffensprozess.

„Natur“ ist freilich ein weiter Begriff - die Ausstellung eröffnet daher auch verschiedene Perspektiven auf das Thema. Beethovens Affinität zur Natur zeigt sich bereits in seinen Bonner Kindertagen. Ab 1799 konnte er dies in ausgedehnten Wanderungen während seiner alljährlichen Sommeraufenthalte auf dem Land, meist in Dörfern und Kurorten nahe Wiens, ausleben.

Bedeutende Orte in Beethovens Leben werden besonders beleuchtet: So ist u.a. eine Statue des Heiligenstädter Beethoven-Denkmals zu sehen. In Heiligenstadt verfasste der Komponist sein berühmtes „Heiligenstädter Testament“, in dem er seine Verzweiflung über die fortschreitende Ertaubung und den nahe geglaubten Tod ausdrückte. In der Betrachtung von Beethovens Leben und Alltag muss zwischen den in der Freizeit unternommenen Land-Ausflügen und den täglichen Spaziergängen unterschieden werden. Letztere waren Teil des kompositorischen Arbeitsprozesses, dienten aber auch schlichtweg der Bewegung an der frischen Luft. Diese Gegenüberstellung wird anhand unterschiedlicher Exponate verdeutlicht.

Natur war bekanntermaßen auch ein Topos in Beethovens Werken. Berühmt geworden ist vor allem seine Sechste Sinfonie, die „Pastorale“, in der er verschiedene Natureindrücke verarbeitete. Sie ist auch das Highlight der Ausstellung, denn nach langer Zeit wird wieder einmal die Originalhandschrift gezeigt, die als der größte Schatz der Sammlung des Beethoven-Hauses gilt.

Im späten 19. und im 20. Jahrhundert wurden Beethovens Naturbezug sowie das Beethoven-Bild insgesamt romantisch überhöht. Es war neben Beethovens Taubheit besonders seine Liebe zur Natur, die die Fantasie bildender Künstler immer wieder anregte. Biographische Anhaltspunkte dafür lieferten verschiedene Anekdoten über den Komponisten als „einsamen Meister“, der in der Natur Zuflucht suchte. Bei der Betrachtung der verschiedenen Perspektiven – Beethoven als Spaziergänger, als Komponist - stellt sich die Frage, wie er selbst sich über die Natur und sein Naturempfinden geäußert hat. Sehr persönliche Einblicke in das Naturverständnis des Komponisten vermitteln seine Briefe, von denen eine aussagekräftige Auswahl zu sehen ist.

Am Samstag, 4. November 2017, lädt das Beethoven-Haus zu einem Tag der Offenen Tür zum Thema "Beethoven und die Natur“ ein. Von 10-18 Uhr können die Besucher bei freiem Eintritt an Kurzführungen durch die Sonderausstellung teilnehmen, sich auf Entdeckungsreisen durch das Museum begegeben, Familienangebote wahrnehmen, an einer Weinverkostung teilnehmen oder im Kammermusiksaal eine Streichsextett-Fassung der „Pastorale“ erleben.