Kultur


Bundeskunsthalle: Deutschland ist keine Insel

(e.b./e.r.) - Das Zitat „Deutschland ist keine Insel“ – von verschiedenen Persönlichkeiten in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet - ist der Titel der neuen Ausstellung in der Bundeskunsthalle. Deutlich ist jedoch, dass mit der Ausstellung der multikulturelle Ort ‚Deutschland' beschrieben werden soll, ein Ort, an dem alle willkommen sind. Und ein Ort, an dem sich alle Künste interdisziplinär entwickeln können.

Kunst sucht häufig die Konfrontation mit tradierten Sichtweisen und Vorstellungen und öffnet damit Freiräume, die uns auch zu größerer Toleranz, Offenheit und zur Reflexion auffordern. Sie braucht keinerlei gesellschaftlichen Konsens, keinerlei Abstimmung, sondern ist in erster Linie frei. Politisch aber ist sie dennoch, und gesellschaftsfördernde Kraft wohnt ihr ebenfalls inne, besonders wenn sie sich auf ihre Freiheit und ihren Eigensinn beruft. Nur so kann sie Diskurse auslösen, Anstöße geben, Aufmerksamkeit und Nachsinnen einfordern.

Die Ausstellung zeigt  ca. 150 Werke von 81 Künstlerinnen und Künstlern, die innerhalb der letzten fünf Jahre für circa 1,7 Millionen Euro von einer Fachkommission für die Sammlung der Bundesrepublik Deutschland angekauft worden sind. Sie eint u.a. die Frage: „Welche Kunstwerke nehmen in besonderem Maße auf unsere Gesellschaft Bezug und können jetzt und in Zukunft Auskunft über den Zustand unserer deutschen Gegenwart erteilen?“ 

Die Ausstellung mit der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland - Ankäufe von 2012 bis 2016 - läuft vom 08. März bis 27. Mai 2018.