Stadtgespräche


Das neue Bonn (Foto: Agentur Ruckes)

Das neue Bonn

Visionen für das Regierungsviertel  

(m.e.) - Ältere Bonner erinnern sich: Der „lange Eugen“ war für viele in Bonn schon eine Zumutung. Als die Post den Post-Tower plante, fürchteten viele auf Beueler Seite, dass der Blick auf das Siebengebirge verbaut würde. Als drittes hohes Gebäude kam dann das heutige Marriott-Hotel hinzu. Aber für viele Bonner war das ehemalige Regierungsviertel sowieso keine Reise wert. Keine Cafes, am Wochenende ausgestorben – was soll man da?  Und dann das WCCB: Stillstand und Skandal.

Vergessen wird, dass täglich bis zu 40.000 Menschen ins Regierungsviertel pilgern, um dort ihre Brötchen zu verdienen. Die Post breitet sich dort jedes Jahr ein Stück mehr aus. Der sogenannte Trajektknoten mit dem Kunstwerk „Arc 89“ war dann wieder ein Aufreger. Auch hier entstanden und entstehen immer noch neue Büros. So wirklich interessiert dies die Bonner nicht, obwohl hier das wirtschaftliche Leben der Stadt pulsiert. Ein SPD-Stadtrat forderte vor Jahren, das Stadthaus abzureißen und in die neue Bonner Mitte zu verlegen. Natürlich wurde dies heftig abgelehnt, vielleicht auch, weil ja die Beamten aus den Stadthaus dann nicht mehr mittags einkaufen gehen könnten?

Das Regierungsviertel mit Post und Telekom, WCCB und neuen Büroflächen ist der HotSpot der Stadt. Viele, die hier arbeiten, leben in Bonn oder im Rhein-Sieg-Kreis. Sie bezahlen Steuern, kaufen ein oder gehen aus. Jetzt gibt es eine weitere Vision für die Zukunft des Viertels. Der Bonner Unternehmer Marc Asbeck, der schon erfolgreich viele Gebäude für die Post erstellt hat, hat dies in einem Video auf seiner Webseite dargestellt: asbeck.com. Mal sehen, wie die Reaktion ist. Es wird Zeit sich mit den Realitäten vertraut zu machen. (08.03.18)