Bonn Rhein-Sieg


Bonner Wasserrugby-Team vor dem Aus

(m.g.) Auf den ersten Blick läuft es für das Unterwasser-Rugby Team der Bönnschen Sterntaucher ziemlich geschmiert. Sportlich sind sie auf der Erfolgsspur und die Mitgliederzahlen sind stabil. Dennoch ziehen dunkle Wolken am Horizont auf.

Zwei Drittel der laufenden Saison sind absolviert und die Mannschaft liegt komfortabel an erster Stelle der Tabelle. „Es sieht danach aus, dass wir dieses Jahr in die 2. Bundesliga aufsteigen könnten“, sagt Olaf Peters, Vorsitzender des Schwimmvereins und Verantwortlicher für die Abteilung Unterwasser-Rugby.

Dennoch überwiegen die Sorgen. Stichwort Frankenbad. Es ist die Trainingsstätte des Rugby Teams und soll bald geschlossen werden. „Und es sieht so aus, dass wir dann ohne eine Trainingsmöglichkeit dastehen“, sagt Perters ziemlich konstatiert. Denn der die dreidimensionale Sportart benötigt Tiefe.

Für Unterwasser-Rugby muss ein Schwimmbecken mindestens 3,50 Meter tief sein. Und das gibt es in Bonn derzeit nur im Frankenbad. Pertes weiß, dass in dem neuen, geplanten Schwimmbad auch ein Becken mit der nötigen Tiefe eingeplant ist. „Die Frage ist aber, ober wir eine Erlaubnis bekommen, dort zu trainieren. Denn für unser Training müssen wir die tiefe Seite des Schwimmbades in der Quere voll belegen“, erklärt Peters. Und er zweifelt, dass das erwünscht ist.

Eigentlich müsste man meinen, dass die Existenz einer Unterwasser-Rugby Mannschaft eher durch die Unbekanntheit der Sportart gefährdet ist. Dem ist aber nicht so. „Uns gibt es seit 30 Jahren und wir hatten nie Probleme mit Mitgliederzahlen oder Desinteresse“, sagt Peters. Beim Unterwasser-Rugby muss ein sinkbarer Ball im Korb des Gegners, der auf dem Boden des Schwimmbeckens, befestigt ist, versenkt werden. Vom Prinzip her ähnelt der Sport Basketball, eben nur unter Wasser. Die Spieler sind mit Masken, Schnorcheln und Flossen ausgestattet. Trainiert wird jeden Montag, von 19 bis 21 Uhr.

12.03.2018

Bildquelle: Bönnsche Sterntaucher