Bonn Rhein-Sieg


Bonns Krankenhäuser setzen auf Energieeffizienz – Lob von Pinkwart

(m.g.) Klinken und Krankenhäuser verbrauchen jährlich pro Bett mehr Energie als ein Einfamilienhaus. Dies geht aus einer Studie des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik hervor. Das ist auch den Verantwortlichen der Bonner Krankenhäuser bekannt und sie beschlossen, an der Energiebilanz ihr Häuser zu schrauben.

So auch am Universitätsklinikum. Die dortige Energiezentrale besteht unter anderem aus drei neuen Blockheizkraftwerken (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von dreimal 2,05 MW sowie einem Abgaswärmetauscher und einem Abhitzekessel. Der Abhitzekessel hat eine Leistung von 2,1 MW. So deckt das Universitätsklinikum im Durchschnitt knapp 70 Prozent seines Strombedarfs durch die eigenen Anlagen und spart jährlich rund 2,7 Millionen Euro. Diese wurde nun optimiert und am vergangenen Freitag dem NRW-Wirtschafts- und Energieminister Prof. Andreas Pinkwart präsentiert.

„Mit der Optimierung unserer Anlagen wird das Universitätsklinikum Bonn seiner Verantwortung als eines der größten Unternehmen in Bonn gerecht – wir gehen mit den uns anvertrauten Ressourcen verantwortungsvoll und wirtschaftlich effizient um“, erklärt Prof. Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am UKB, die Motivation der Erneuerung. Dafür gab es jetzt Lob von Prof. Andreas Pinkwart, „Um die medizinische Versorgung gewährleisten zu können, müssen Krankenhäuser wirtschaftlich sinnvoll mit dem Kostenfaktor Energie umgehen. Dazu kann der Einsatz moderner und effizienter Energietechnik wesentlich beitragen.“

Bereits im Jahr 2015 hat das Johanniter Waldkrankenhaus eine Photovoltaikanlage auf seinem Dach installiert. Diese hat eine Leistung von maximal 88,25 Kilowatt. Eine lohnende Investition. So produzierte das Krankenhaus mit seiner Anlage in einem Jahr rund 78 Megawattstunden eigenen Strom über das ganze Jahr. Gleichzeitig werden so jährlich rund 54 Tonnen CO2 eingespart.

Es folgte die Investition in ein Blockheizkraftwerk. So konnte der jährliche Stromverbrauch um 1.600 und der Wärmebedarf um 1.950 Megawattstunden gesenkt werden. Durch den hohen gleichzeitigen Bedarf an Wärme und Strom sowie sehr gleichmäßigen und planbaren Nutzungskurven ist ein Krankenhaus ein idealer Einsatzort für ein BHKW.

Auch das Bonner Gemeinschaftskrankenhaus und die LVR-Kliniken arbeiten mit Blockheizkraftwerken sowie Brennwert- und Niedertemperaturkessel. Das Gleiche gilt für das St.-Marien-Hospital.

11.04.2018