Bonn Rhein-Sieg


Foto: Stadt Hamburg

Gefährlich: Die Herkulesstaude

Tatkräftige Unterstützerinnen und Unterstützer gesucht!

(rsk/ar) –Die Herkulesstaude ist an der Sieg in den letzten Tagen aufgrund des warmen Wetters regelrecht explosionsartig gewachsen.  „Um die Ausbreitung der gefährlichen Pflanze weiter eindämmen zu können, müssen jetzt die noch jungen Pflanzen ausgegraben werden. Hierbei ist der Rhein-Sieg-Kreis jedoch auch auf die Unterstützung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern angewiesen", so Christoph Schwarz, Umweltdezernent des Rhein-Sieg-Kreises.

Das ehrenamtliche Engagement ist ein wichtiger Baustein des „Konzepts zur Bekämpfung der Herkulesstaude im Überschwemmungsbereich von Sieg und Agger“, das der Rhein-Sieg-Kreis seit dem vergangenen Jahr - in Abstimmung mit dem Umweltministerium und der Bezirksregierung Köln – verfolgt. Vera Overrödder wird ab sofort den Einsatz der Helferinnen und Helfer bei der Bekämpfung der Herkulesstaude an der Sieg koordinieren. Zu ihren Aufgaben gehört es, engagierte Helfende zu finden, sie in die Örtlichkeit einzuweisen, über notwendige Schutzkleidung zu informieren, mit Werkzeug zu versorgen und auch fachlich zu schulen.

Sie sind daran interessiert zu helfen? Vera Overrödder informiert unter herkulesstaude.rsk@gmail.com über die Möglichkeiten.

 

Herkulesstaude 

Die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) stammt aus dem Westkaukasus und kommt seit Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland vor. Die Pflanze wurde wegen ihrer imposanten Erscheinung in Gärten kultiviert und wegen des Blütenreichtums als Trachtpflanze für die Bienenweide von Imkern empfohlen.

Die Herkulesstaude ist eine zwei- bis fünfjährige Staude, das heißt, nach der Keimung im Frühjahr bildet sie eine Blattrosette, im zweiten, spätestens im fünften Jahr bildet sie Blüten und stirbt nach der Samenreife ab. Eine Pflanze bildet durchschnittlich 20.000 (bis zu über 100.000!) Samen, die mehrere Jahre keimfähig sind. Im Überschwemmungsbereich von Fließgewässern werden die schwimmfähigen Samen durch das Wasser verbreitet.

Der Saft aller Pflanzenteile enthält photosensibilisierende Substanzen (sog. Furanocuramine), die in Verbindung mit Sonnenlicht (UV-Strahlung) zu schweren, verbrennungsähnlichen Schäden der Haut führen können. Bei Arbeiten an der HHHHHerkulesstaude ist daher unbedingt auf eine  vollständige Bedeckung der Haut zu achten, außerdem sind Handschuhe und Schutzbrille zu tragen. Sollte der Pflanzensaft dennoch auf die Haut gelangen, muss er sofort mit viel Wasser und Seife abgewaschen werden. Die betroffene Hautpartie soll für mindestens 48 Stunden nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden und in der Folgezeit mit Sonnencreme geschützt werden.