Freizeit


Labyrinth in der Rheinaue

Deutlich größer und schöner! 

(e.b.) - Das weltgrößte mobile Labyrinth befindet sich vom 10. Mai bis 9. September in der Bonner Rheinaue und ist täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr geöffnet.  Seit dem Jahr 2000 steht das Labyrinth in den Sommermonaten auf dem ehemaligen Bundesgartenschaugelände in der Bonner Rheinaue. Im Laufe der Jahre wurde es stetig erweitert und erneuert.

„Das erste Labyrinth hatte eine Grundfläche von etwa 1.300 Quadratmeter. In diesem Jahr können sich unsere Besucher auf rund 2.000 Quadratmetern verlaufen“, freut sich Rolf Rau, der erste Vorsitzende des Trägervereins. Seit vergangenem Oktober haben die fast 40 Vereinsmitglieder in rund 1.000 Arbeitsstunden 780 blaue Kunststoffsäulen bearbeitet, sechs Kilometer Seil und 3.000 Quadratmeter gelbe LKW-Plane zugeschnitten. Darüber hinaus bauten sie einen neuen Turm mit einer viel größeren Aussichts-plattform, die über eine bequeme breite Treppe zu erreichen ist. „Um die Sicherheit der Kinder auf der Treppe zu erhöhen, haben wir am Treppengeländer jetzt auch einen eigenen Kinderhandlauf angebracht“, berichtet Rolf Rau.

In den Sommermonaten ist das Labyrinth inzwischen zum beliebtesten Treffpunkt in der Rheinaue geworden. Für Familien, Schulklassen, Jugendgruppen und vor allem für Kinder ist der größte transportable Irrgarten der Welt eine wahre Herausforderung. Die Faszination spürt jeder, der sich auf den Weg zum zentralen Aussichtsturm macht und von den anderen Besuchern mehr oder weniger erfolgreich in die Irre geführt wird. Sich zu verlaufen und den richtigen Weg zu finden, die Auseinandersetzung mit der Unsicherheit, sich trauen und vertrauen, übt offensichtlich eine außerordentliche Anziehung auf Menschen aller Altersgruppen aus. Kinder, bereits ab vier Jahren, können sich allein auf den Weg machen und finden das Ziel meist schneller, als die Eltern oder Großeltern.

„Und damit es immer spannend bleibt, verändern wir die Wege im Labyrinth regelmäßig“, so Rolf Rau. Führt heute ein kurzer aber sehr verschlungener Weg zum Ziel, kann dort morgen schon eine unglaublich lange Sackgasse zur Verzweiflung führen. Aber keine Angst: Heraus findet man immer. „Denn dafür gibt es Notausgänge“, beruhigt Rolf Rau. Immer häufiger verlaufen sich auch Paare im Labyrinth, denn eine uralte „Labyrinth-Regel" hat sich in Bonn herumgesprochen: Verliebte, die sich verlaufen haben, dürfen sich am Ende jeder Sackgasse küssen. Wer das einmal versucht hat wird feststellen: Das Labyrinth hat sehr viele Sackgassen!