Bonn Rhein-Sieg


Siegburg: Nach der Brandkatastrophe

Wie kann geholfen werden?

(e.b.) - Nach dem Großfeuerauf dem Brückberg durften die ausgebrannten Familien für kurze Zeit und unter Begleitung der Feuerwehr in ihre Häuser zurück, nahmen das Nötigste mit zu den Verwandten und Freunden, bei denen sie derzeit leben. Dort werden sie nicht längerfristig bleiben können, das Ordnungsamt der Stadt kümmert sich um adäquaten Wohnraum, kann dabei auch auf rund 50 Angebote zurückgreifen, die bisher von Privatleuten bei der Stadtverwaltung eingingen.

Die Hilfsbereitschaft ist ungebrochen. Das unter 02241/102-295, -301 und jetzt auch -266 erreichbare Bürgertelefon klingelt ohne Unterlass, Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet bieten ihre Unterstützung, meist in Form von Spenden, an. Abgabe von Sachspenden bitte nicht im Rathaus, sondern zwischen 12 und 17 Uhr am Samstag, 11. August, in der ehemaligen Schule und Flüchtlingsunterkunft am Haufeld 22. Spendenaktionen laufen derweil u.a. in der Adler-Apotheke, hier kaufen viele Kunden vom Brückberg. Die Pfadfinder St. Jakob aus Sieglar sammeln am Samstag in der Fußgängerzone, Die Flüchtlingshilfe Lohmar-Siegburg hilft mit Erstausstattungen. Der SKM bietet Computernutzung und Begleitung zu Behörden.

Aufgrund aktueller Anfragen weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass Geldspenden für die Opfer der Brandkatastrophe im Stadtteil Brückberg steuerlich absetzbar sind. Bei Spendenbeträgen bis zu 200 Euro reicht es dabei aus, dem Finanzamt einen Nachweis der Überweisung - Kontoauszug oder Ausdruck aus dem Internetbanking - bei die Steuererklärung beizulegen. Eine formale Spendenbescheinigung des Empfängers ist nicht notwendig. Bei Beträgen über 200 Euro stellt die Verwaltung selbstverständlich eine Spendenbescheinigung für die Finanzverwaltung aus. Damit das zügig vonstatten geht, sollte der Spender neben dem Verwendungszweck seine Adresse auf dem Überweisungsbeleg mit angeben. Die Bescheinigung wird zeitnah zugesandt.

Ganz wichtig: Bitte beachten Sie die Absperrungen rund um den Brandort und die Anweisungen von Polizei, Ordnungsamt und Sicherheitsdienst. Rund 100 Schaulustige wurden über Nacht gezählt, die teils hemmungslos bis zu den zerstörten Häusern vordrangen, ungeniert Fotos der ungeschützten Räume machten. So geht das nicht, das ist Privatsphäre der Betroffenen - Rücksicht nehmen!

Mit der Hilfe der Feuerwehr lässt die Stadt die Dachziegel und weitere lose Bauteile von den Gebäuden nehmen, damit beim angekündigten Sturm nicht noch mehr passiert.

Brandursache weiter unklar

Die Brandursache ist nach wie vor unklar. Mit hoher Wahrscheinlichkeit spielten der zur Brandzeit herrschende Wind und Luftverwirbelungen vorbeifahrender Züge eine Rolle bei der Ausbreitung des Feuers. Die Kripo sucht dringend weitere Zeugen, die Hinweise auf die Brandentstehung an der Bahnböschung geben können. Hinweise nehmen dasPolizeipräsidium Köln unter 0221/229-0 oder die Polizeiwache Siegburg unter 02241/5413221 entgegen.