Gesundheit


Höchste Gefahrenstufe für Allergiker bei Bienen- und Wespenstichen

(m.i.) Das es in diesem Jahr durch den heißen Sommer viele Wespen gibt, hat ja inzwischen jeder mitbekommen. Egal ob an Bäckereien oder im Biergarten, überall wimmelt es von den kleinen Biestern. Für Allergiker auf Bienen- und Wespenstiche ist die Situation derzeit aber besonders gefährlich. Werden sie gestochen droht der allergische Schock. Prominentestes Opfer war im Sommer der plötzliche Tod von Ex-Radprofi Andreas Kappes. – ausgelöst durch einen Insektenstich.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat jetzt der Pharmahersteller MSD Sharp & Dohme bei dem wichtigen, alternativlosen Medikament Celestamine lieferunfähig gemeldet. Auch Notfallpatienten könnten derzeit nicht mehr versorgt werden. Das in Bonn ansässige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist informiert. Und auch die Apotheken wissen Bescheid. Helfen kann aber keiner.

Wieder einmal werden vom Hersteller MSD Probleme in seiner Produktionsstätte als Ursache genannt. Wer jetzt an kaputte Maschinen denkt liegt allerdings falsch. Eine länderübergreifende Cyberattacke im vergangenen Sommer soll lt. MSD den Schaden hervorgerufen haben, der bis heute noch nicht gänzlich behoben worden sei. Erst ab Mitte September soll es wieder Ware geben. Auch die beiden Alternativmedikamente anderer Hersteller sind aus und nur sporadisch lieferbar. Für Allergiker heißt es deshalb bis dahin Aufpassen.

Die immer häufiger werdenden Engpässe bei lebenswichtiger Medikamente sehen Experten als Bedrohung für die Arzneimittelsicherheit in Deutschland an. Durch den Druck aus Rabattverträgen der Krankenkassen und der zunehmenden Globalisierung werden immer mehr Produktionsstätten in unzuverlässige Billigländer verlagert. Im Sommer sorgte die Verunreinigung von Substanzen aus China in Blutdrucksenkern für Unsicherheit.

 

24.08.2018