Kultur


Beethovenfest 2018 feiert musikalische Erfolge!

Erste Festivalhälfte geprägt durch einen fulminanten Auftakt und spartenübergreifende Formate

(b.d.) - Das Beethovenfest 2018 blickt nach der Mitte des Festivals auf zahlreiche musikalische Erfolge zurück. Die fein aufeinander abgestimmten und durch das Motto „Schicksal“ inspirierten Konzertprogramme sind vom Publikum herzlich aufgenommen und als besondere Qualität des Festivalkonzeptes bejubelt worden.

Im World Conference Center Bonn (WCCB) gab das Orchestre Philharmonique de Radio France und der französische Pianist Bertrand Chamayou unter der Leitung des jungen finnischen Dirigenten Mikko Franck vor ausverkauftem Haus einen hinreißenden Auftakt. Unter der Leitung von Mikhail Pletnev sorgten dann die Musiker des Russischen Nationalorchesters zusammen mit dem vielfach preisgekrönten Geiger Renaud Capuçon für Begeisterung. Abgerundet wurde das Eröffnungswochenende von einem umjubelten Konzertabend des Orchester Rheinton. Unter der Leitung von Christoph Spering rückte es die Niederrheinischen Musikfeste in den Mittelpunkt. Großer Beliebtheit erfreut sich die »Zukunftsschrei(b)maschine« des österreichischen Klang- und Objektkünstlers Georg Nussbaumer – seit dem Eröffnungswochenende schwebt sein rosafarbener Flügel während der gesamten Festivalzeit von der Decke des WCCB-Foyers.

Die inzwischen etablierte Matinee von Festspielintendantin Nike Wagner fand am 1. September erneut in der Aula der Universität statt: In Beethovens »Egmont«-Musik hat der britische Musikschriftsteller Paul Griffiths einen neuen politischen Text gesetzt. Es spielte das Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung seines Chefdirigenten Dirk Kaftan. Nike Wagners Festvortrag und das Melodram von Paul Griffiths rührten zahlreiche Besucher zu Tränen und eröffneten das Beethovenfest 2018 als ergreifende, emotional spürbare Begegnung mit dem Schicksalsbegriff.

Im Herzen der Stadt wurde das Auftaktwochenende von einem großen dreitägigen Open-Air-Fest begleitet. Auf verschiedenen Bühnen in der Innenstadt verwandelten über 1000 Schülerinnen und Schüler die Stadt in einen gewaltigen Klangraum. Zuvor stand schon am Freitagabend die Liveübertragung des Eröffnungskonzertes mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France auf dem Programm. Der Mauerfall von 1989 und das deutsch-deutsche Schicksal gaben am Samstagabend Anlass für die Einspielung des historischen Mitschnitts von Beethovens IX. Sinfonie aus dem Jahr 1989 unter der künstlerischen Leitung von Leonard Bernstein. Am nächsten Tag wurde am Bonner Marktplatz weiter gefeiert: Außer einem bunten Bühnenprogramm gab es eine zweite Liveübertragung aus dem World Conference Center Bonn: Neben Mendelssohns Vertonung des 114. Psalms und Beethovens Siebter Sinfonie erklang das Oratorium »Der Sieg des Glaubens« von Beethovenfreund Ferdinand Ries mit dem Orchester Rheinton unter Leitung von Christoph Spering. Auf den sieben Open-Air Bühnen in der gesamten Innenstadt und den Stadtteilen wurden am Eröffnungswochenende bei schönstem Spätsommerwetter 10.000 Menschen erreicht.

Bei überwiegend voll ausgelasteten Konzerten in der zweiten Woche des Beethovenfestes glänzten international renommierte Ensembles und Stars in den Programmbereichen Sinfonik, Klaviermusik, Historische Aufführungspraxis, Tanz und Theater.

Besonders umjubelt waren beispielsweise das MDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Stefan Asbury mit der Uraufführung von Bernhard Langs »Monadologie XXXIV ›… loops for Ludvik‹« - mit Marino Formenti am Klavier und Academy of St Martin in the Fields war unter der Leitung von Kit Amstrong. András Schiff und Dénes Várjon begeisterten das Publikum mit Werken um die späten Klaviersonaten Beethovens. Das Streicherensembles Camerata Bern und Patricia Kopatchinskaja oder das Orchester l’arte del mondo unter der Leitung von Werner Erhardt mit dem Vox Bona Kammerchor präsentierten spannungsvolle Abende zwischen historischer Aufführungspraxis und modernen Musikformen. Mit dem CCN – Ballet de Lorraine, Emanuel Gat Dance und dem Ensemble Modern wurde die von Nike Wagner eingeführte Tanzsparte des Festivals prominent fortgesetzt. Einen Theaterschwerpunkt setzten Produktionen mit dem Beethoven Orchester Bonn unter Dirk Kaftan mit Viktor Ullmanns »Der Kaiser von Atlantis« in der Inszenierung von Seollyeon Konwitschny und die Umsetzung von Gert Jonkes Theatersonate »Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist«.

Rund um das diesjährige Motto »Schicksal« bietet das Beethovenfest noch bis 23. September ein facettenreiches spartenübergreifendes Programm.

Hier die aktuellen BONNDIREKT-Beethovenfest-Tipps für die Zeit vom 18-23.09.2018:

# 18.09.18/20:00h / Konzert: Liszt-Trio Weimar / Beethoven-Haus

# 20.09.18/20:00h / Campus-Konzert Bundesjugendorchester / WCCB

# 20.09.18/20:00h / Preisträgerkonzert mit Alberto Ferro / Telekom-Zentrale

# 20.09.18/20:00h / Prager Philharmonischer Chor / St. Hildegard Mehlem

# 21.09.18/20:00h / Prager Philharmonischer Chor / WCCB

# 22.09.18/20:00h / Originalklang mit ‚Les Siecles‘ / WCCB

# 23.09.18718:0h / Abschlusskonzert RadioSymphonieOrchester Wien / WCCB

Detaillierte Infos zu den Veranstaltungen unter

www.beethovenfest.de/de/programm/alle-veranstaltungen