Ein Ruck(es) geht durchs Land


Kulturquartier Beuel

Wer darf alles mitreden und wann gibt es ein Ergebnis?

 „Die von der Beueler Mehrheitskoalition (CDU, SPD und FDP) befürchtete Situation ist eingetreten: Der Bürgerausschuss und der Beirat Bürgerbeteiligung haben das Verfahren zur Auswahl des externen Fachbüros, das im Anschluss das Konzept für die Quartiersentwicklung rund um die Halle Beuel entwickeln und vorstellen soll, an sich gezogen.

Für die Vorgehensweise der Ratsgremien bedeutet das jetzt, dass sowohl der Beirat als auch der Bürgerausschuss die Angebotsauswertung der Stadtverwaltung zuerst beraten und anschließend den Fachausschüssen und der Bezirksvertretung Beuel einen Beschlussvorschlag empfehlen werden".

So schreibt Redakteur Holger Willcke am 27.11.2018 im Bonner General-Anzeiger.

Beuels Bezirksbürgermeister und Landtagsabgeordneter Guido Déus (CDU) möchte  den Beschluss juristisch prüfen zu lassen: „Mit dieser Entscheidung hat sich der Bürgerausschuss gegen die Beschlüsse der Bezirksvertretung Beuel und des Planungsausschusses gestellt. Beide Gremien hatten sich dafür ausgesprochen, dass die Planungsverwaltung zügig ein Fachbüro mit der Erarbeitung eines Konzepts beauftragt, damit bereits im Januar 2019 erste Zwischenergebnisse vorgestellt und beraten werden können".

Der zusätzliche Beratungsbedarfs der beiden Gremien wird wohl einen deutlichen Zeitverlust und eine unnötige  Verschleppung des Themas mit sich bringen. Und der Beueler ‚Platzhirsch', Ratsherr Reiner Burgunder (CDU), wird mit dem Satz zitiert: „Die Entwicklung des Kulturquartiers Beuel liegt eindeutig in der Zuständigkeit des Stadtbezirks. Wir lehnen eine gesamtstädtische Bedeutung ab, weil diese das Verfahren nur unnötig verzögern würde".

Der Mann hat wohl recht und auch der Beueler SPD-Ratsherr Dieter Schaper sah sich von seinen Fraktionsgenossen allein gelassen, äußerte sich erbost: „Diese Zeitverzögerung wäre vermeidbar gewesen. Die Auswahl eines Fachbüros ist originäre Verwaltungsarbeit und gehört nicht in die Hände eines Beirats und eines Ausschusses für Bürgerbeteiligung. Dadurch wird Bürgerbeteiligung überfrachtet und überfordert".

Doro Schmitz, Fraktionssprecherin der Beueler Grünen, sieht das ganz anders. Auf Facebook verkündete sie: „Eine gute Quartiersentwicklung hat nur dann Erfolg, wenn sie auf eine breite Mitwirkung und Akzeptanz in der Bevölkerung stößt". Und weiter: „Kultureinrichtungen bereichern und betreffen immer die gesamte Stadt. Daher ist es richtig, dass der Bürgerausschuss sich damit befasst sowie auch das Beteiligungsverfahren beschließt und die Büros dafür aussucht. Dafür benötigt der Ausschuss auch keine Ortskenntnisse, die hat natürlich die Bezirksvertretung Beuel. Es geht hier nur um das 'Wie' einer Beteiligung der Bürger*innen und da sitzen die Fachleute im Bürgerausschuss".

Diesen Post habe ich als gnadenlosen Unfug bezeichnet und mir noch die Anmerkung erlaubt: „Wer sich ‚sachkundig' schimpfen darf, entscheiden natürlich die Sachkundigen selbst. Mit dieser Art verkommener Schein-Demokratisierung erreichen Sie nichts außer Zeitverzögerung und faulen Kompromissen. Aber es geht ja auch nicht um Ergebnisse, sondern um eitle Wichtigtuerei".

Die CDU als Koalitionspartner der GRÜNEN äußerte sich ebenfalls. Der Beueler Kommunalpolitiker Georg Fenninger:  „Wo sitzen denn da Fachleute? Wer soll das sein? Das Ergebnis sieht man beim Viktoriakarree. Gute Planungen wurden abgelehnt, ein Bürgerentscheid wurde verweigert, die Bürgerbeteiligung brachte keine umsetzbaren Ergebnisse und das Resultat ist Stillstand und Chaos. Das haben die ‚Fachleute' insbesondere der Grünen zu verantworten. Ein Skandal ist das!"

Bei einem solchen Umgangston unter Koalitionären  wundert sich eigentlich niemand, warum  es so wenig zügige politische Ergebnisse gibt und man darf gespannt sein, wie lange diese Koalition noch hält.

Und was sagt die Bonner SPD zum Thema? Ach, lassen wir das!

 

Drei Veranstaltungshinweise von BONNDIREKT für die nächsten Tage und Sie wissen ja: Wir geben hier nicht die Allerweltstipps, wo die Massen hinströmen, sondern Hinweise zu kleinen, feinen und anspruchsvollen Veranstaltungen.

Unsere Tipps:

Pantheon

Mama Mia Bavaria!

Welche Bedeutung hat Bayern vom Weltraum aus betrachtet? Und welche Bedeutung hat das für die Welt? Das neue Kabarettprogramm von Luise Kinseher beschäftigt sich genau mit dieser Frage von globalem Ausmaß! Bayern passt gerade mal auf einen moosgrünen Bierdeckel bei Google. Die Bayern sind dabei nichts weiter als ein exorbitant kleiner Teil des parasitären Menschbefalls. Die Mama Bavaria vom Nockherberg, kann das natürlich nicht auf sich sitzen lassen und hat das mal an und für sich global betrachtet: Wie wirkt sich das bayerische Mantra „Mia san Mia“ eigentlich auf eine Schafherde in Neuseeland aus und ist es wahr, dass in China eher ein Sack Reis umfällt, als dass ein Franke einen Maßkrug ext? Wie denkt die letzte Nonne Bayerns darüber und was hat die Schützenliesl damit zu tun? Das wird eine Gaudi!

Datum: 29.11.2018

Beginn: 20:00Uhr

Tickets: 18€ / 14 €(erm.) 

Pantheon, Siegburger Str. 42, 53229 Bonn-Beuel


Drehwerk

Sophia Wahnschaffe - Deutsch-Soul-Rock-Pop

Sophia Wahnschaffe liebt ihr Leben, ihr Veedel, die Menschen um sie herum – und die Musik, die aus ihr heraussprudelt: Sympathischer Deutsch-Soul-Rock-Pop, den sie bewusst ein wenig kitzelt, dreht und wendet, damit ihr nicht langweilig wird. Immer positiv blickt sie nach vorne, kurz grübeln und weiter! Das Leben ist zu schade, um immer nur 4/4 zu spielen.

Die Rheinländerin fühlt sich auf großen Festivals ebenso wohl wie am Straßenrand, ihre Stimme klingt nach Tanzen, Trällern und Träumen. Von starken Sängerinnen wie Alicia Keys oder Wallis Bird inspiriert, behält Sophia auf der Bühne nichts für sich, gibt immer alles um mit ihrem Publikum zusammen die Musik 100% zu erleben.

Datum: 03.12.2018

Beginn: 20:00Uhr

Einlass: 18:30Uhr

Eintritt: VVK: 8,00€ (+1,00 € Gebühr) / AK: 11,00€

Drehwerk, Töpferstr. 17-19, 53343 Wachtberg-Adendorf


Kulturzentrum Köllenhof

Clasen-Dietz-Duo

Das Duo mit Jürgen Dietz am Tenorsaxophon und Thomas Clasen an der elektrischen und akustischen Gitarre begibt sich in den Kompositionen von Thomas Clasen auf eine spielerische Reise durch die Welten der Musik.

Klischees werden ebenso vermieden wie bedient: Slide-Gitarre im Bluesjargon wechselt mit sphärischen Klangbildern, Tango folgt auf Bebop, Strukturen aus der Welt des Bossa-Novas oder der Rockmusik gehen über in Swing oder Funk. „Crossover/ Fusion/ Weltmusik“ nennt sich dieses Musikgenre. Nichts für Jazzpuristen, aber ein Kaleidoskop gefälliger, anspruchsvoller Musik mit Hits von Santana, Bee Gees, Eric Clapton.

Datum: 04.12.2018

Beginn: 20:00Uhr

Einlass: 18:30Uhr

Eintritt: frei, Spenden erwünscht.

Köllenhof, Marienforster Weg 14, 53343 Wachtberg-Ließem