Bonn Rhein-Sieg


Stadt Bonn

Gericht verbietet verkaufsoffenen Sonntag am 2. Advent

(m.g.) Das Verwaltungsgericht Köln hat heute der Klage der Gewerkschaft ver.di gegen den verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Weihnachtsmarktes am 9. Dezember in der Bonner City stattgegeben. Das heißt, dass das Gericht nicht der Stadt Bonn gefolgt ist. 

Diese hatte kurzfristig beim Verwaltungsgericht Köln eine Stellungnahme abgeben. Mit der wollte sie das Gericht von der Rechtmäßigkeit der Ordnungsbehördlichen Verordnung zu überzeugen, mit der sie die Sonntagsöffnungen genehmigt hat. Beim Bonner Einzelhandel sorgt das Urteil für lange Gesichter. 

„Wir sind enttäuscht, dass die Gerichte sich inzwischen der anachronistischen Einstellung von ver.di anschließen, welche sich klar gegen die Meinung und Interessen der Verbraucher und der Mehrheit der betroffenen Einzelhändler und deren Mitarbeitern richtet“, sagt Jannis Ch. Vassiliou, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Bonn Rhein-Sieg Euskirchen. „Der Einzelhandelsverband Bonn Rhein-Sieg Euskirchen wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die etablierten verkaufsoffenen Sonntage mit langer Tradition in Bonn stattfinden können“. 

Die Leute würden diesen weihnachtlichen verkaufsoffenen Sonntag als eine Möglichkeit für eine Familienveranstaltung wahrnehmen. „Eltern besuchen die Einzelhändler und Marktständen in der City gemeinsam mit ihren Kindern. Und junge Paare nutzen den Tag für einen gemütlichen Bummel. Außerdem kann der Einzelhandel diesen Sonntag in seinem Konkurrenzkampf mit dem Online-Handel, wo jeder Sonntag ein verkaufsoffener Sonntag ist, gut gebrauchen“, so Vassiliou.

29.11.2018