Gesundheit


Vernissage und Geburtshilfe im Wandel

(m.g.) Ab Mittwoch, dem 12. Dezember 2018, ist im Bonner Johanniter-Krankenhaus eine neue Ausstellung zu sehen. Dann stellt im Eingangsbereich und im Gang zum Rheinflügel des Krankenhauses die Künstlerin Barbara Käppler ihre Werke aus. Die Vernissage findet am Mittwoch den 12. Dezember um 18.00 Uhr statt. Eine Gelegenheit, die Künstlerin kennen zu lernen und sich mit ihren Werken auseinanderzusetzen. Die Ausstellung nennt sich „Schriftbilder im Mai – experimentelle Kalligrafie“. Bei Kalligrafie handelt es sich um die Kunst des „Schönschreibens“ von Hand mit Federkiel, Pinsel, Filzstift oder anderen Schreibwerkzeugen. Sie steht im Gegensatz zur Typografie, dem Setzen mit vorgefertigten Formen. „Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit experimenteller Kalligrafie. Ich sammle Texte, Gedichte, Worte. Ich experimentiere, verfremde oder verjazze die Buchstaben, wie der Kalligraf Karl Fath es nennt“, erklärt Barbara Käppler ihre Werke. Sie lädt die Besucher und Patienten des Johanniter Krankenhauses ein, ihre Arbeiten auf sie wirken zu lassen. Sie will Menschen dazu ermuntern, Dinge aufzuschreiben, die ihnen gefallen. Die ausgestellten Werke können von den Besuchern erworben werden. Ein Teil der Verkaufserlöse kommen dem Johanniter Hospiz am Waldkrankenhauses zu Gute. Dort freut man sich über jede finanzielle Unterstützung. Denn im nächsten Jahr sollen alle Zimmer des Johanniter-Hospizes von Grund auf renoviert werden.

Am Donnerstag, den 13. Dezember, findet im Universitätsklinikum das Patientenkolloquium „Geburtshilfe im Wandel der Zeit – von der natürlichen Geburt zum Wunsch-Kaiserschnitt“ statt. Experten geben einen Überblick rund um die Geburt. Über 90 Prozent der Geburten in Deutschland verlaufen ohne schwere Komplikationen und gerade für die Erstgebärenden ist es ein großes Ereignis. Sie sind meist gut informiert und haben genaue Vorstellungen, wie sie gebären wollen. Prof. Dr. Ulrich Gembruch, Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin am Universitätsklinikum, rät auch in risikolosen Fällen zu einer Geburt an einer Klinik: „Die Frauen können eine Geburt nach ihren Wünschen in der Sicherheit einer Klinik erleben.“ Eingebettet in eine umfassende vor- und nachgeburtliche Behandlung und Diagnostik nutzen etwa 2.000 Frauen pro Jahr die verschiedenen geburtshilfliche Möglichkeiten am Bonner Universitätsklinikum. Von den Geburten sind etwa sechs Prozent Mehrlingsgeburten. Jedes fünfte Kind ist ein Frühgeborenes, wobei etwa 100 sogar ein Geburtsgewicht unterhalb 1.000 Gramm haben.  Im Rahmen der kostenlosen Informationsveranstaltung geben Prof. Gembruch und die leitende Hebamme Ballat einen Überblick rund um die Geburt. Dabei gehen sie auch der Frage nach, wann ein Kaiserschnitt sinnvoll ist oder nicht. Nach den Vorträgen besteht die Gelegenheit, Fragen an die beiden Referenten der Geburtshilfe am Universitätsklinikum Bonn zu stellen. Veranstaltungsort ist der Hörsaal des Biomedizinischen Zentrums (BMZ), Sigmund-Freud-Straße 25, auf dem Venusberg. Beginn der Veranstaltung ist 18 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 07.12.2018