Ruck(es) Kolumnen


Der Bonner Stadtrat hat beschlossen

In seiner letzten Sitzung in 2018 erfand der Bonner Stadtrat zwar nicht das Rad neu – wer hätte das erwartet – aber er traf eine wichtige personelle und eine interessante Entscheidung über die Zukunft des fast schon legendären ‚KLEINEN THEATERS‘  in Bad Godesberg.

Dr. Birgit Schneider-Bönninger wird neue Kultur- und Sportdezernentin der Stadt Bonn. Der Rat der Stadt Bonn hat die 55-Jährige in seiner Sitzung am 11. Dezember 2018 für acht Jahre zur Beigeordneten gewählt. Schneider-Bönninger wird ihr neues Amt voraussichtlich am 1. März 2019 antreten.

"Ich freue mich sehr auf die neuen Herausforderungen und die Chance, Gemeinsamkeiten und Synergien von Sport und Kultur auszuschöpfen. Mit einer sportbegeisterten Stadtgesellschaft und einer vielfältigen Kulturlandschaft bietet die Bundesstadt Bonn beste Ausgangsbedingungen für die Gestaltung einer lebendigen Stadtkultur."

Schneider-Bönninger hat nach dem Lehramtsstudium für die Fächer Geschichte und Sozialwissenschaften die erste und zweite Staatsprüfung absolviert sowie zum Doktor der Philosophie promoviert. Von 1999 bis 2013 war sie bei der Stadt Wolfsburg in verschiedenen Funktionen tätig. Zunächst war sie Leiterin der kommunalen Geschichtswerkstatt und übernahm dann 2005 die Leitung des Stadtarchivs, das unter ihrer Regie zum Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) ausgebaut wurde. Darüber hinaus wurde Dr. Schneider-Bönninger ab 2007 die stellvertretende Leitung des Geschäftsbereichs Kultur und Bildung übertragen. Die offizielle Nachfolge als Geschäftsbereichsleiterin Kultur und Bildung trat sie 2010 an.

Seit 2014 ist Frau Schneider-Bönninger Leiterin des Kulturamts der Landeshauptstadt Stuttgart und trägt die Personalverantwortung für rund 800 Beschäftigte. Parallel ist sie seit 2016 als Lehrbeauftragte an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg für ‚Kommunales Kulturmanagement‘ tätig.

Sowohl in Wolfsburg als auch in Stuttgart hat Schneider-Bönninger Sport und Kultur mit beispielhaften Projekten zusammengeführt und als Zukunftsfaktoren in die Stadtentwicklung integriert.

„Bonn(e) Chance, Frau Schneider-Bönninger, wünscht BONNDIREKT.

 

Zukunft des Kleinen Theaters in Bad Godesberg gesichert

Das Kleine Theater Bad Godesberg soll künftig von Klaus Weise und seinen Mitstreitern kulturell genutzt werden. Das hat der Rat in nicht-öffentlicher Sitzung am Dienstag, 11. Dezember 2018, beschlossen. Die Verwaltung wird nun auf Grundlage des Beschlusses mit der Gruppe den Vertrag aushandeln.

Letzte Woche hatte der frühere Bonner Intendant Weise es so formuliert:

DOPPELMORD! Spielplan 2019/20 fürs Kleine Theater

Dass für uns die Immobilie des Kleinen Theaters im Vordergrund stehen soll, stimmt! Wir, das sind die Philosophin Eva Sewing, der Ingenieur Stefan Heinze, der Immobilienberater Pitt Hoffmann und der Intendant und Regisseur Klaus Weise. Denn dieses Theater ist der Ort, an dem durch Erhalt und Verbesserung optimale Voraussetzungen geschaffen werden sollen für die Zukunft dieses Hauses, das von Herrn Ullrich über einen ungewöhnlich langen Zeitraum erfolgreich und einzigartig geprägt wurde und noch immer wird.

Unsere Absicht ist es, mit einem unterhaltenden Spielplan das vorhandene Publikum weiterhin zu begeistern und ein neues hinzuzugewinnen durch Komödien, Klassiker, musikalische Werke, Boulevard, Volksstücke und, für die Internationalität der Stadt nicht unwichtig, Aufführungen in englischer und französischer Sprache. Außerdem eignen sich Kurpark und Trinkpavillon für Open-Air-Konzerte und, in Koproduktionen mit anderen Bonner Bühnen, für Komödien, Singspiele und Operetten. Würde Ihnen eine Emilia Galotti von Lessing und eine Nora von Ibsen gefallen? Oder eine französische Komödie im rheinischen Dialekt mit dem Titel Dubbelmood (Dubbelmord) en dä Beethovenstroß und Jürgen Nimptsch in der Hauptrolle? Oder intelligenter Boulevard von Neil Simon und Yasmina Reza? Oder eher Musikalisches wie ein Franz Lehár-Potpourri und ein Abend über Carla Bruni, die singt und Geheimgehaltenes ausbreitet über ihr Privatleben? Oder lieber ein Abend über Marianne Rosenberg? Oder möchten Sie selber als „Local Hero“ auftreten und die Bühne des Kleinen Theaters zu Ihrer machen...oder lieber einen Drink nehmen in der stylischen Bar im neugestalteten Foyer? Ach ja, die Immobilie.

Wir wollen sie erwerben. Um sie zu bespielen. 15 Jahre. Und wenn das klappt, weitere 15 Jahre. Mit unseren Nachfolgern. Schade für manche, die das Haus gerne in eine Privatvilla oder in Eigentumswohnungen oder in was auch immer verwandelt sähen!

Ja, wir wollen uns bereichern: mit Kultur. Und viel wichtiger: Sie!

„Bonn(e) Chance“, Herr Weise, wünscht BONNDIREKT.


Zwei Veranstaltungshinweise von BONNDIREKT für die nächsten Tage und Sie wissen ja: Wir geben hier nicht die „Allerweltstipps“, wo die Massen hinströmen, sondern Hinweise zu feinen und anspruchsvollen Veranstaltungen.

Unsere Tipps:

DREHWERK

Jupp Muhr: "Hellije Naach. Ne Weihnaachsverzäll"

(frei noh Ludwig Thoma)

Knapp 100 Jahre sind vergangen, seit der Dichter Ludwig Thoma die Weihnachtsgeschichte in seiner oberbayrischen Mundart nach- und umerzählt hat. Der bayerische „Klassiker“ ist längst in unzähligen Rundfunk- und CD-Aufnahmen erhältlich und wurde auch in unserer Region in den letzten Jahren mehrfach „live“ aufgeführt. Dieser Umstand, so fand jedenfalls der Mundart-Autor Jupp Muhr, schrie förmlich nach einer Übertragung der Weihnachtslegende in unser rheinisches Idiom. Und so wie Thoma das biblische Geschehen in ein Dorf der tiefverschneiten o-berbayrischen Landschaft verpflanzt hat, so verlegt Muhr die weihnachtliche Geschichte von Nazareth und Bethlehem in die verschneite Hocheifel nach „Natteroth“ und „Beddelhem“. Und natürlich trägt Muhr seine Verserzählung wie gewohnt in lupenreinem und wunderbar authentischem Kölsch vor. – Auch die von Ludwig Thoma eingestreuten, im bayrischen Volkston gehaltenen Liedeinlagen hat Muhr augenzwinkernd, aber konsequent ins rheinisch-kölsche „Milljöh“ übertragen. Mit einem Wort: Weihnachten mal anders 

Datum & Uhrzeit: 14.12.2018Beginn: 20:00UhrEinlass: 18:30

Tickets: VVK: 14,30€ (inkl. Gebühr)VVK erm.: 11,40€ (inkl. Gebühr)AK: 16,00€AK erm: 12,80€, telefonisch unter 02225 708 17 19 oder online über BonnTicke.


THEATER  BONN

Australian Dance Theatre zu Gast im Opernhaus

Am Freitag, 14. Dezember, gastiert das Australian Dance Theatre im Rahmen der Highlights des internationalen Tanzes mit THE BEGINNING OF NATURE im Bonner Opernhaus.

In der Millionenmetropole Adelaide ansässig, wurde das Australian Dance Theatre (ADT) Mitte der 1960er Jahre von Elizabeth Cameron Dalman gegründet und in den 1990er Jahren lange von Meryl Tankard geleitet, hierzulande als eine der Protagonistinnen des Wuppertaler Tanztheaters von Pina Bausch bekannt. Seit 18 Jahren trägt das Ensemble die Handschrift von Garry Stewart. Dieser macht mit einem unverwechselbaren Tanzvokabular und radikalen künstlerischen Ansätzen auf sich aufmerksam. Seine multidisziplinären Arbeiten, in denen der Choreograf seiner Leidenschaft für Architektur, Digitalkunst, Robotertechnik und anderen Wissenschaftszweigen Ausdruck verleiht, prägen die einzigartige Identität der Compagnie „Down Under“.

THE BEGINNING OF NATURE ist eine fesselnde Tanz- und Musikperformance, die auf der Idee von Rhythmen in der Natur basiert. Der Komponist Brendan Woithe hat die Originalpartitur entwickelt, in der die Elektronik mit einem Streichquartett und Live-Gesang verschmelzen. Gesungen wird in der Sprache der Kaurna, der traditionellen Bewohner der Adelaide Plains, wo das ADT seinen Sitz hat.

Restkarten sind an den bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.theater-bonn.de erhältlich. Um 19 Uhr findet in der Bar 65 (ehemaliges Raucherfoyer) eine Einführung statt.