Gesundheit


Hoffnung für Max – Spender gefunden

(m.g.) Max ist an Leukämie erkrankt und helfen kann ihm nur eine geeigneter Stammzellenspender. Daher organisierte die Hilfsgruppe Eifel und die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei eine Typisierungsaktionen in Mechernich. Und die ergab einen Volltreffer. Es fand sich ein genetischer Zwilling für den 30-jährigen Familienvater aus der Eifel, der zu diesem Zeitpunkt von Prof. Dr. med. Yon-Dschun Ko, Leiter der Internistische Onkologie des Bonner Johanniter-Krankenhauses, betreut wurde. 

Entsprechen groß war die Freude. „Der Junge und seine Familie sind überglücklich“, sagt Willi Greuel, Vorsitzender der Hilfsgruppe Eifel, gegenüber BONNDIREKT. „Und da die genetische Übereinstimmung mit dem Spender bei 100 Prozent liegt, stehen die Chancen für Max sehr gut , dass er geheilt wird.“ In vielen Fällen wird eine Transplantation durchgeführt ab einer 90-prozentiger Übereinstimmung. Dann sind die Heilungschancen nicht so hoch.

 Die Speichelprobe war kurz vor Weihnachten im Gymnasium am Turmhof in Mechernich über die Bühne gegangen. Und die Sache war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. „Über 1500 Menschen kamen, um sich typisieren zu lassen. Das war schon eine tolle Sache und nicht selbstverständlich“, so Greuel. Und auch auf dem Spendenkonto, das für Max eingerichtet worden war, war einiges los. Es kamen mehr als 100.000 Euro zusammen. Damit konnte die Aktion in Mechernich und die Laborproben problemlos finanziert werden. 

Greuel ist mächtig stolz auf seine Eifeler. „Das zeigt, dass wir hier in der Eifel zusammenstehen und uns gegenseitig helfen“, so der Vorsitzende. „Das ist die Eifel, so sind wir.“ Es ist nicht das erste Mal, dass seine Gruppe aktiv wurde. Das war mittlerweile die 12. Aktion dieser Art. Greuel: „22000 Eifeler haben sich bisher typisieren lassen – über 300 von ihnen hatten inzwischen die Chance, einem Menschen in der ganzen Welt mit ihrer Stammzellspende das Leben zu retten. Auf die Menschen in der Eifel ist Verlass.“

 Ganz zur Freude von Max. „Für ihn geht es Mitte Februar weiter. Dann heißt es: Daumen drücken für die Transplantation. Denn über den Berg ist der Junge noch nicht. Aber er strotzt vor Lebensmut, und das ist ein positives Zeichen für die Zukunft“, freut sich Greuel. Das einzige was ihn fuchst, ist die Tatsache, dass von den Krankenkassen keine Hilfe kommt, bis ein geeigneter Spender für eine Leukämiekranken gefunden ist. „Das muss doch nicht sein.“

24.01.2019