Ein Ruck(es) geht durchs Land


Realsatire um das Pantheon?

Satire mit Niveau findet im weit über die Grenzen Bonns beliebten Pantheon-Theater meist auf den gut besuchten Bühnen statt. Realsatire ohne Niveau gibt es hinter den Kulissen. Es knirscht zwischen den Pantheon-Betreibern, der städtischen Mangelverwaltung und Teilen der Bonner Politik. Dabei ist die Gemengelage eigentlich ganz einfach: Worum geht es?

Die Stadt Bonn teilte dem Pantheon letztes Jahr mit, dass die veraltete Lüftungsanlage 2019 erneuert werden müsse, dies über eine Bauzeit von drei Monaten. Zu diesem Zeitpunkt war das Pantheon-Programm für 2019 aufgestellt, ebenfalls schon für große Teile von 2020. Außerdem war eine dreimonatige Bauzeit für diese Arbeiten nach Meinung von Fachfirmen nicht nachvollziehbar.

Jetzt kann man natürlich argwöhnen, dass städtische Bauverwaltung in anderen Zeiträumen denkt, was Bonner Bürger*innen gegenwärtig in anschaulicher Form bei der Renovierung der Beethovenhalle demonstriert wird. Da darf man wohl inzwischen der Bonner Mangelverwaltung jedwede Kompetenz und Glaubwürdigkeit absprechen.

Lüftungsanlage wegen dicker Luft zwischen den Gesprächspartnern?

Es könnte aber sein, dass der Terminstreit über die Erneuerung der Lüftungsanlage einen ganz anderen Hintergrund hat. Bei der Vertragsunterzeichnung vor drei Jahren wurde verabredet, im Sommer 2019 ein Resümee über den Pantheon-Standortwechsel von der linken auf die rechte Rheinseite zu ziehen und je nach mehr oder weniger Erfolg eine Anpassung der Miete vorzunehmen. Die erst kürzlich von der Stadt Bonn als Vermieter vorgelegte Nebenkostenabrechnung war mit der umgehenden Aufforderung an die Theatermacher verbunden, jetzt aber den Vertrag zu Gunsten der Stadt nachzubessern.

So etwas kennt man als städtische ‚Spezialität‘ auch auf anderen Gebieten: Verkauft die Stadt etwas, steht schon bald eine Forderung nach Brandschutz oder sonstigen Auflagen im Raum. Die eigenen jahrelangen Versäumnisse bei der Immobilienpflege werden auf diese Weise abgewälzt. 

Tendenziöse Berichterstattung

Die gleichgeschaltete Bonner Presselandschaft (General-Anzeiger, Rundschau, Express, Radio Bonn Rhein-Sieg) stellte es so dar: Das Pantheon läuft prima, zahlt aber nur eine Mini-Miete, hält sich nicht an Absprachen und widersetzt sich einer Renovierung. Von den außerordentlich hohen Nebenkosten ist in der einseitigen Berichterstattung keine Rede.

Wer steckt hinter dieser Miesmachung und was soll sie bezwecken?

Will man das Pantheon weg ekeln? Könnte sein, schließlich ist es kein Geheimnis, dass der Bonner Opern- und Theaterintendant nicht unbedingt zu den Freunden zählt und die Anwesenheit einer erfolgreichen Theaterkonkurrenz der etwas anderen Art auf ‚seinem‘ Gelände nicht gerne sieht. So versuchte er bisher mit Hinweis auf Eigenbedarf, weitere Hallenanmietungen durch das Pantheon wie etwa das ‚Lampenlager‘ des städtischen Theaters zu verhindern.

Wo könnten sich sonst noch Pantheon-Gegner finden, die ihre politischen Beziehungen spielen lassen? Bei der Kabarett-Konkurrenz? Möglich ist alles in der Schlangengrube der Bonner Kulturlandschaft.

Man stelle sich nur einmal vor, das Pantheon wäre – wie in damaligen Überlegungen - nach dem Abriss des BonnCenters in den Seitenflügel der alten Beethovenhalle gezogen. Dann wäre das Theater jetzt tot und läge unter den Renovierungstrümmern des Baudesasters der neuen Bonner ‚Millionenhalle‘.

Heuchlerisches Bedauern  und verlogene Tränen aus bestimmten ‚Kulturkreisen‘  wären dem Pantheon allerdings sicher gewesen.  

 

 

 

Wie jeden Mittwoch noch Freizeittipp der nicht alltäglichen Art. 

PANTHEON LOUNGE BONN-BEUEL

Schlagzeuger Claus Schulte und Bassist Christian Kussmann zählen seit Jahren zu den bedeutendsten Musikern aus Bonn und der Region, sind beide bundesweit und inzwischen auch im Ausland sehr gefragt. Sie sind also mehr als „Local Heroes“, wie sich die bekannte Musikreihe in der PantheonLounge nennt.

Dennoch sind sie dort immer wieder zu hören und am Montag, 25.März 2019, ist es wieder soweit.  Für dieses Event verschreiben sich die beiden Musiker ganz der "Magie des ersten Augenblicks“: Mit dem Pianisten und Keyboarder Lukasz Flakus haben sich Claus und Christian einen Neuzugang der Bonner Szene eingeladen, der sowohl in der Tradition des Jazz als auch im Gospel, Soul und Pop zu Hause ist. Das Trio trifft in dieser Konstellation zum ersten Mal außerhalb des Proberaums aufeinander und gewährt dem Publikum eine jazzige ‚Werkstattaufführung‘ der qualitativ hochwertigen Art.

Ein echter Ohrenschmaus, nicht weiter sagen, nur für Kenner!  

Datum: 25.03.2019 / Beginn: 22:30Uh / Eintritt frei, Spenden für die Musiker erbeten!

Pantheon, Siegburger Str. 42, 53229 Bonn-Beuel


DREHWERK WACHTBERG-ADENDORF

Christina Lux – Songwriter Jazz vom Feinsten!

Leise Bilder

Christina Lux macht keinen Hehl aus einer klaren Haltung, die sich in ihrer Musik und ihren Ansagen widerspiegelt. Farbe zu bekennen gehört für sie zum Künstlersein dazu. „Ohne Empathie ist alles nichts. Wenn ich mit meiner Musik an das erinnern kann, was ich selbst niemals vergessen will, dann ist das rund für mich.“

Sie ist eine echte Lichtgestalt im Meer der Songschreiber. Im August 2018 wurde das Album ‚Leise Bilder‘ mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik als eine der künstlerisch herausragenden Neuveröffentlichungen ausgezeichnet. Ihre intensive und warme Stimme erzählt Geschichten über Begegnungen und Momentaufnahmen.

Mit Oliver George an Schlagzeug, Gitarre und Gesang hat sie das aktuelle und neunte Album ‚Leise Bilder‘ produziert und lassen sich Im Konzert  mit großer Spielfreude aufeinander ein.

Datum: 28.03.2019 / Beginn: 20:00 Uhr / Einlass: 18:30Uhr / Preise; VVK: 16,50 € (erm.: 13,20 €) AK: 18,00€ (AK erm: 14,40 €)

DREHWERK 17/19, Töpferstr. 17-19, 53343 Wachtberg-Adendorf