Ein Ruck(es) geht durchs Land


Stadt Bonn relauncht "bonn.de"

Vor einiger Zeit habe ich in einem BONNDIREKT-Wochenrückblick vorgetragen, dass eine erdrückende Zahl der berichteten und kommentierten Ereignisse eher negativ ist. So etwas fällt auf und man könnte die Frage stellen: Wird eigentlich hier bewusst Negatives ausgesucht, um es dann auch noch entsprechend zu kommentieren?

Nein, dies ist wirklich nicht so. Aber leider ist nun mal das Gros der Meldungen aus Verwaltung und Kommunalpolitik eher negativ besetzt. Es würde wohl auch ziemlich schwer fallen, für das Desaster um die Renovierung der Beethovenhalle, den ewigen Streit um gerechte finanzielle Verteilung in der Bonner Kulturpolitik oder die Diskussionen um den Kollaps öffentlicher Transportwege lobende Worte oder gar Anerkennung zu finden.

Und so freut man sich als Kolumnist ganz bescheiden, wenn es mal etwas Positives über die vergangene Woche zu berichten gibt. Dazu zähle ich diesmal den neuen Internet-Auftritt der Stadt Bonn, der trotz ein paar Einschränkungen als recht gelungen bezeichnet werden kann. Technisch und optisch präsentiert sich die Stadtverwaltung auf allen Endgeräten wie PC, Laptop, Tablet oder Smartphone in einer übersichtlichen Gliederung.

Zu gewünschten Informationen kann ein „Such-Schlitz“ direkt auf der Startseite angesteuert und von jeder Seite schnell über ein Lupen-Symbol aufgerufen werden. Und wer immer noch nicht klar kommt und nicht das gewünschte Ergebnis erhält, dem kann das „Ich find‘ nix-Formular“ helfen.

Es gibt  drei Hauptrubriken:

# „BONN ERLEBEN“ (Hinweise zu Tourismus, Kultur und Beethoven).

# „SERVICE BIETEN“ (Hinweise zu Dienstleistungen und Angeboten  der Stadtverwaltung mit den  zugehörigen Kontaktinformationen)

# „THEMEN ENTDECKEN“ (Bildung, Gesellschaft, Gesundheit, Bauplanung, Wissenschaft, Wirtschaft, Internationales).

Dazu gib es einen Veranstaltungskalender mit Kartenfunktion und natürlich die Online-Services, welche die Wege ins Stadthaus oder in die Bezirksrathäuser teilweise ersparen. Auf diese Weise können vom PC oder mobil Termine für Behördengänge vereinbart werden.

Was jetzt noch fehlt, wären mehr positive Nachrichten aus den vielen Abteilungen einer Verwaltung, die den Bürger*innen vielfach überfordert scheint, besonders in der Bauverwaltung.

Das Presseamt zählt wohl nicht zu den überforderten Verwaltungsgliederungen und hat mit der neuen website einen guten Auftritt hingelegt. Dass dort aber weiterhin weniger gute Meldungen erscheinen werden, dafür kann das Presseamt nichts. Immerhin haben sich die Zeiten gebessert: In früheren Jahrhunderten wurden die Überbringer katastrophaler Nachrichten häufig auch geköpft. Das passiert im digitalen Zeitalter nicht mehr!

Klicken Sie mal rein auf www.bonn.de