Bonn Rhein-Sieg


Die Bonner Reuterstraße. Foto: BONNDIREKT

NRW: In Bonn verlieren Autofahrer die meiste Zeit

(m.g.) Was viele Autofahrer in Bonn bereits geahnt haben, wird jetzt durch eine aktuelle Erhebung des Kartenherstellers Tom Tom bestätigt. Autofahren in Bonn kostet enorm viel Zeit und damit Nerven. Im Durchschnitt beträgt der Staulevel in Bonn 27 Prozent. Das heißt, eine Strecke, die ohne Stau in 60 Minuten zu bewältigen wäre, benötigt aufgrund der schlechten Verkehrssituation eine Fahrzeit von 76,2 Minuten.   

Das ist aber nur der Durchschnittswert. Morgens liegt der Staulevel in Bonn im Wochendurchschnitt sogar bei 51 Prozent, abends bei 58 Prozent. Eine Fahrt, die ohne Verzögerung 30 Minuten beansprucht, dauert morgens also 45,3 Minuten und abends 47,4 Minuten. Damit ist in NRW Bonn die Stadt mit der größten Verzögerung beim Autofahren von Punkt A nach Punkt B.  

Bundesweit liegt die Bundesstadt laut Tom Tom auf dem vierten Platz. Schlimmer ist es nur in Hamburg (Platz 1), Berlin (Platz 2), Nürnberg, Bremen, Stuttgart und München (alle Platz 3). Und weltweit liegt Bonn auf dem 152. Platz. Damit lässt Bonn Städte wie Köln und Düsseldorf, aber auch die Mainmetropole Frankfurt oder das Ruhrgebiet in dem Ranking hinter sich.  

Erhoben wurden die Daten im Jahr 2018 mithilfe von anonymen Daten aus festen oder mobilen Navigationsgeräten sowie anderen Quellen wie der Navigationssoftware auf iPhones, wie das Unternehmen Tom Tom erklärt. Im Vergleich zu den Daten aus dem Jahr 2017 ist der Staulevel in Bonn um 2 Prozent gestiegen. Städte wie Köln, Stuttgart, Wiesbaden oder Karlsruhe haben es dagegen geschafft, ihren Staulevel im Vergleich zum Vorjahr zu reduzieren. 

Laut Tom Tom steht das sehr hohes Verkehrsaufkommen am Morgen und am Abend insbesondere auf Ein- und Ausfallstraßen in einem engen Zusammenhang mit den vielen Pendlern, die diese Straßen morgens und abends verstopfen.

04.06.2019