Gesundheit


Wichtiges zur Organspende und Neues über Parkinson

(m.g.) Anlässlich des Tages der Organspende veranstaltet das Bonner Johanniter-Krankenhaus am Mittwoch, dem 12. Juni, eine Diskussionsrunde zu diesem Thema. Im Rahmen der Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der DSO (Deutsche Stiftung für Organtransplantation) soll erörtert werden, wie der aktuelle Stand der Diskussion derzeit ist, welche Änderungen es in der Praxis geben soll und welche neuen Vorschriften im Rahmen eines geänderten Transplantationsgesetzes geplant sind. 

Der BGH hat am 29. Januar dieses Jahres in zwei wegweisenden Grundsatzurteilen erklärt, dass Organlebendspender nicht auf umfassende Aufklärung verzichten können. Die umfassende Aufklärung dient dem „Schutze des Spenders vor sich selbst“. Oft sind Organlebendspender, die einem nahen Angehörigen ein Organ spenden möchten, emotional stark blockiert und sich nicht über mögliche Konsequenzen bewusst. Aus den BGH-Urteilen ergibt sich, dass der aufzuklärende Spender noch stärker in den Fokus der Transplantationsmedizin rückt. Herr Dr. Martin Buchenroth, Chefarzt Innere Abteilung Johanniter-Krankenhaus und Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees der Johanniter Kliniken Bonn wird die Gäste begrüßen und in das Thema einführen.  Anschließend erklärt Frau Dr. Tatjana Schröder, Transplantationsbeauftragte und Oberärztin der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, die Aufgaben eines Transplantationsbeauftragten. Im Anschluss gibt Herr Heiner Smit, ehemaliger Bevollmächtigter des Vorstands der Deutschen Stiftung Organtransplantation, der auf eine über 40-jährige Erfahrung zurückblickt einen umfassenden Überblick zum Thema Organspende. 

Zum Abschluss ist ein gemeinsamer Imbiss vorgesehen. Die Veranstaltung im Johanniter-Krankenhaus beginnt um 16.30 Uhr und endet gegen 18.30 Uhr. Veranstaltungsort ist der Große Saal auf der 4. Etage des Krankenhauses, Johanniterstr. 3-5, 53113 Bonn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. 

Am Donnerstag, den 13. Juni, veranstaltet das Universitätsklinikum das Patientenkolloquiums „Uni-Medizin für Sie - Mitten im Leben“ lädt das Universitätsklinikum Bonn zu einem Informationsabend ein. Unter dem Motto „Parkinson – Fortschritte bei Diagnostik und Therapie mit neuen Technologien“ geben Vorträge einen Überblick rund um die chronische Hirnerkrankung, die mit einer fortschreitenden Verlangsamung der Bewegung (Bradykinese), Versteifung der Muskeln (Rigor) und Zittern (Tremor) einhergeht. Ein Schwerpunkt der Informationsveranstaltung ist eine neue Behandlungsoption von schwerem, therapieresistentem essentiellen Tremor oder Parkinson-Tremor. Dazu hat das Universitätsklinikum Bonn vor einem Jahr ein System zur Anwendung von Magnetresonanz (MR)-gesteuertem, hoch fokussiertem Ultraschall (MRgFUS) im Gehirn in Betrieb genommen. 

Essentieller Tremor gehört zu den häufigsten Bewegungsstörungen: die Hand zittert bei der Unterschrift, oder wenn ein Glas Wasser zum Mund geführt wird. Bei einem Menschen, der an Parkinson erkrankt ist, tritt Zittern dagegen typischerweise in Ruhe auf. Beide Tremorformen entstehen in der Tiefe des Gehirns, im Thalamus. Bei dem neu entwickelten Verfahren zerstört hochfokussierter Ultraschall von außen diejenigen Areale im Gehirn, die für den essentiellen Tremor oder Tremor bei Parkinson verantwortlich sind. Dazu werden Ultraschallwellen von bis zu 1.024 Positionen punktgenau auf den Zielpunkt im Thalamus gesendet und dort wie bei einem Brennglas gebündelt. Für die notwendige präzise Lokalisation sorgt die Magnetresonanztomografie (MRT). 

 Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Veranstaltungsort ist das Universitätsklinikum Bonn, Hörsaal im Biomedizinischen Zentrum / BMZ vis-à-vis Notfallzentrum, Sigmund-Freud-Straße 25 53105 Bonn. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Einritt ist frei.

07.06.2019