Bonn Rhein-Sieg


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Besucherzahlen in der City – „noch Luft nach oben“

(m.g.) Bei einer Zählung der Passantenfrequenzen an allen Dienstagen und Samstagen im Mai in deutschen Einkaufsstraßen schneidet die Bonner City recht gut ab. In NRW konnten an den Dienstagen nur drei Einkaufsmeilen besser Zahlen aufweisen als die Bonner Poststraße. Laut der aktuellen Zählung der Passantenfrequenz durch das Beratungsunternehmen Engel & Völkers liegt sie mit 2.459 durchschnittlichen Stundenfrequenzen auf Platz 4 in NRW. Die Remigiusstraße kommt mit 2.081 Stundenfrequenzen auf NRW Platz 6. Bundesweit sind das die Plätze 14 und 21.   

In den Zählung an den Samstagen kommt die Remigiusstraße bundeweit auf den 19. und die Poststraße auf den 27. Platz, mit 4.159 beziehungsweise 3.645 Stundenfrequenzen. Im NRW Ranking sind das die Plätze 8 und 16. Dazu meint Jannis Ch. Vassiliou, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Bonn Rhein-Sieg Euskirchen: „Die Poststraße ist ein schlechter Indikator für das Erfassen der Passantenfrequenzen. Sie ist eine Durchgangsstraße zum Hauptbahnhof, so dass sie auch von vielen für den Weg zur Arbeit und zurück zum Bahnhof nutzen.“ 

Bei der der Remigiusstraße sei genau das Gegenteil der Fall. „Sie ist eine reine Geschäftsstraße mit einigen Filialisten, wie zum Beispiel Kaufhof. Und dass hier die Frequenzen hoch sind, ist ein gutes Zeichen für uns“, so der Vorsitzende. „Dennoch ist für die Bonner City hier noch Luft nach oben. Wir würden uns über etwas Hilfe seitens der Stadt freuen, die City noch attraktiver zu gestalten. Zum Beispiel durch die Schaffung von attraktiven und sicheren Abstellplätzen für Fahrräder. E-Bikes werden immer beliebter, sind aber auch hochwertig. Die Besitzer wollen sie sicher abgestellt wissen.“ 

Im letzten Jahr habe der Einzelhandel in der Innenstadt durch die Kappung des City-Rings Einbußen in Höhe von 10 Prozent hinnehmen müssen. „Mittlerweile ist die Situation wieder besser, da einige Baustellen verschwunden sind“, sagt Vassiliou.  

Das international tätige Beratungs- und Vermittlungsunternehmen für Gewerbeimmobilien Engel & Völkers hat an 55 einzelhandelsrelevanten Lagen in deutschen Städten die Zahl der Passanten ausgewertet. Die höchstfrequentierte der untersuchten Einkaufsstraßen in Deutschland ist die Neuhauser Straße in München, gefolgt von der Schildergasse in Köln und der Georgstraße in Hannover. 

Betrachtet wurden die mittels Lasermessgeräten erfassten Frequenzen zwischen 10 bis 20 Uhr an allen Dienstagen und Samstagen im Mai 2019. „Der aus der mehrtägigen Auswertung gebildete Durchschnittswert pro Stunde gewährleistet, dass Einflussfaktoren wie Wetter oder Veranstaltungen die Ergebnisse wie bei den bisherigen Handzählungen nicht überproportional beeinflussen“, erläutert Florian Kraul, Head of Research bei Engel & Völkers in Hamburg. „In der Gesamtbetrachtung aller 55 Messpunkte ist die Passantenfrequenz am Samstag um 88,4 % höher als am Dienstag, was die Bedeutung als Haupteinkaufstag eindrucksvoll unterstreicht“, hebt Florian Kraul hervor.

18.06.2019