Bonn Rhein-Sieg


Der neue Wertstoffhof wird offiziell eröffnet. Foto: BONNDIREKT

Bonnorange eröffnet neuen Wertstoffhof

(m.g.) Aus alt mach neu. Der alte Wertstoffhof an der Weststraße in Bonn entsprach nicht mehr ihren Ansprüchen. Also beschloss Bonnorange vor drei Jahren, an gleicher Stelle einen neuen Wertstoffhof zu errichten. Die Bauarbeiten sind zum größten Teil abgeschlossen, so dass er jetzt offiziell eröffnet werden konnten.   

Die Stadtreinigung nutzt den Standort bereits seit rund 100 Jahren und seit ungefähr 30 Jahren werden dort Wertstoffe angenommen. Helmut Wiesner, Dezernent für Planung, Umwelt und Verkehr, übergab den neuen Hof seiner Bestimmung. 

Jetzt beherbergt das 12.500 Quadratmeter große Gelände an der Weststraße eine Annahmestelle für Abfälle und Wertstoffe in Form eines Rondells auf zwei Ebenen. Dort sind die entsprechenden Container angesiedelt, als auch das Salzsilo für den Winterdienst.  So können Abfälle und Wertstoffe vom Rest des Betriebsablaufes getrennt angeliefert werden. Die Auf- und Abfahrt zum Rondell befindet sich an der Südstraße. Der Austausch der Container wird von außerhalb des Rondells vorgenommen. 

Zur Weststraße hin ist eine Heizzentrale errichtet worden. Hinzu kommt ein dreistöckiges Gebäude für die Verwaltung im nördlichen Teil des Gebietes, das noch nicht ganz fertig gestellt ist, sowie Parkplätze und Lagerflächen mit Schüttboxen.  

Mit der neuen CO2-neutralen Anlage können ein Drittel aller in Bonn anfallenden Wert- und Schadstoffe aufgenommen werden. „Für unsere Kunden und meine Mitarbeiter wird die Anlieferung von Abfällen nun schneller, komfortabler und sicherer. Dank der Rampenkonstruktion mit dem Rondell kann man direkt vor den kreisförmig angeordneten Containern halten und seinen Wertstoff nun einfach in die tieferstehenden Container werfen oder auf Kofferraumhöhe einräumen. Leitern und Stege zum Befüllen der Container gehören damit endgültig der Vergangenheit an“, sagt Kornelia Hülter, Vorständin von Bonnorange. 

„Die Akzeptanz, Wertstoffe dem fach- und umweltgerechten Recycling zuzuführen, ist bei den Bonnerinnen und Bonnern in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Für uns bedeutet diese positive Entwicklung, dass wir Kapazitäten und Sicherheit regelmäßig überprüfen und anpassen müssen. Die in Bad Godesberg vorhandene Infrastruktur war irgendwann an einem Punkt angekommen, dass sich Investitionen in Instandsetzung, Modernisierung oder Maßnahmen zur Energieeinsparung nicht mehr gerechnet haben. Aus diesem Grund haben wir bereits 2015 mit der Neukonzeption der gesamten Anlage begonnen“, so Helmut Wiesner, der auch Vorsitzender des Verwaltungsrates von Bonnorange ist. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 7,8 Millionen Euro netto. 

Während den Bauarbeiten war der Wertstoffhof für die Bonner Bürger nur eingeschränkt nutzbar. So mussten Gäste, die ihren Restmüll mit einem Anhänger anlieferten, das Gelände der Müllverbrennungsanlage Bonn anfahren. Diese Zeiten sind jetzt vorbei.

02.07.2019