Bonn Rhein-Sieg


Foto: Johanniter

Waldkrankenhaus: HNO-Abteilung strahlt in neuem Glanz

(m.g.) Am kommenden Mittwoch ist es soweit. Dann zeigt sich die HNO-Abteilung des Johanniter Waldkrankenhauses unter der Leitung von Dr. Stephan Herberhold sich in einem komplett modernisierten Erscheinungsbild. Grund dafür sind umfangreiche Renovierungsarbeiten. Die Abteilung ist eine führende Adresse in der Region für die Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie. Dafür sorgt ein breit aufgestelltes, interdisziplinär arbeitendes Spezialisten-Team. Die Abteilung bietet das gesamte diagnostische und therapeutische Leistungsspektrum bei Erkrankungen im HNO-Bereich.   

Ambulanzbereich erweitert 

Durch die Ausdehnung in den Bereich der früheren Bettenzentrale konnte der Ambulanzbereich stark erweitert werden. So ist die Anzahl der Untersuchungszimmer von drei auf fünf gestiegen. Eines dieser Zimmer wird von der Station 10 zukünftig mitbenutzt. Dort wird die Aufnahme der Patienten zentral durchgeführt. Dadurch wird der Ablauf auf der Station 10 – einer großen 30 Betten Station – deutlich entlastet. Alle Ambulanzräume haben jetzt eine eigene Untersuchungseinheit und einen eigenen Arbeitsplatz, so dass die Nutzung effektiver und die Arbeitsabläufe harmonischer werden. Baulich wurden alte Strukturen, die teilweise noch aus der ursprünglichen Nutzung als OP stammten, entfernt, Balkone überbaut, alle Böden, Wände, die gesamte Elektrik und Beleuchtung sowie teilweise Fenster erneuert. Außerdem wurde der gesamte Bereich mit einer Klimaanlage ausgestattet. Im Mittelpunkt des Ambulanzbereichs wurde eine zentrale Anmeldung realisiert, von der die Patienten in die unterschiedlichen Bereiche gelangen. Diese Anmeldung wurde baulich besonders hervorgehoben und mit einer besonderen Beleuchtung versehen. 

Vorteile 

Durch die höhere Anzahl an Untersuchungsräumen reagieren die Abteilung unter anderem auf die deutlich gestiegene Patientenzahl. Die Verbesserung der Arbeitsabläufe führt zu verringerten Wartezeiten und einer Steigerung der Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit. Schon während der Umbauarbeiten haben Patienten und Mitarbeiter sehr positiv auf die ersten Eindrücke reagiert. Die Optimierung der Arbeitsabläufe war eines der wichtigsten Ziele der etwa 1-jährigen Planungsphase.  

Bedeutung für Standort 

Das Ansehen einer Krankenhausabteilung wird im Wesentlichen durch die Qualität der medizinischen und pflegerischen Leistung sowie die Kommunikation mit den Einweisern bestimmt. Ziel ist es, diese Qualität stetig zu verbessern und den Patienten dabei immer in den Mittelpunkt der Bemühungen zu stellen. Durch die fortschreitende Verkürzung der Liegezeiten und Stärkung der ambulanten Medizin werden die stationären Krankenhausbetten in Deutschland immer weiter reduziert. Gerade in der HNO-Chirurgie ist absehbar, dass heute noch stationär durchgeführte Operationen in naher Zukunft ambulant durchgeführt werden. Die Vorbereitung und Nachsorge der ambulant operierten Patienten sollte daher aus Effizienzgründen räumlich getrennt von der stationären Versorgung erfolgen. Daher ist die Renovierung der Ambulanz ein sinnvoller Schritt, sich schon jetzt zukunftsfähig aufzustellen. 

Leistungsspektrum und Schwerpunkte 

Das operative Leistungsspektrum der HNO-Abteilung ist sehr vielfältig. Es geht über Operationen an der Nase und den Nasennebenhöhlen, Ohroperationen, endoskopische und laserchirurgische Operationen, vielfältige halschirurgische Operationen hin zu komplexen tumorchirurgischen Eingriffen, die Rekonstruktionen durch freie, unter dem Mikroskop an die Blutgefäße angeschlossene Gewebetransplantate erfordern. Bei der kompetenten Behandlung bösartiger Erkrankungen ist eine enge Vernetzung mit weiteren onkologisch tätigen Partnern notwendig. Die Abteilung des Waldkrankenhauses hat sich vor kurzem einer Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft zum Kopf-Hals-Tumorzentrum unterzogen. Ihr Focus liegt ganz klar auf der chirurgischen Behandlung von Erkrankungen im Kopf- und Halsbereich, unabhängig davon, ob sie ambulant und stationär durchzuführen sind. 

Technisch auf dem neusten Stand 

In der Abteilung werden im Jahr im Durchschnitt 3.500 Operation durchgeführt. Die meisten Patienten werden dabei stationär behandelt, so dass sie eine der größten HNO-Abteilungen in der Region sind. Der rasante technische Fortschritt und die Digitalisierung betreffen natürlich auch die HNO. Sehr gut erkennen lässt sich dies an der immer besseren Visualisierung in der Chirurgie beispielsweise bei Nasennebenhöhlenoperationen. So nutzen die Experten der Abteilung zur Durchführung endoskopischer Operationen seit etwa zwei Jahren Kameras mit HD-Technik. Die neusten Trends sind gerade 4K und 3D Darstellungen, diese sollen in Kürze auch in der HNO-Abteilung des Waldkrankenhauses getestet werden.