Bonn Rhein-Sieg


Foto: Umweltbundesamt

Umwelt: Schluss mit dem „To-Go“ Wahnsinn

(m.g.) Mittlerweile weiß jeder, „To-Go“ hat nichts mit dem westafrikanischen Land Togo zu tun. Aber noch vielen fehlt das Verständnis dafür, dass das Benutzen von To-Go Bechern unnötigen Müll verursacht und Ressourcen verschwendet. Und das nicht zu knapp. 40.000 dieser Einwegbecher landen allein in Bonn täglich auf dem Müll. In Gebrauch ist ein solcher Becher rund 15 Minuten. Daher startet Bonnorange am Donnerstag eine Informationskampagne zu dem Thema. 

Die Deutschen nutzen für Heißgetränke jährlich 2,8 Milliarden Einwegbecher, das entspricht 34 Bechern pro Kopf. Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes schlägt nun vor, auf Mehrwegsysteme zu setzen und einen „Litteringfonds“ einzurichten, aus dessen Mitteln die Reinigung der vermüllten Umwelt finanziert wird.

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes: „Jeder Einwegbecher, der genutzt wird, ist einer zu viel. Einwegbecher verschwenden Ressourcen und verschmutzen unsere Umwelt. Mehrwegbecher sind hier der richtige Weg.“ 60 Prozent der Einwegbecher sind kunststoffbeschichtete Papierbecher, die restlichen 40 Prozent reine Kunststoffbecher. Zusätzlich fallen etwa 1,3 Milliarden Einweg-Kunststoffdeckel an. Allein die kunststoffbeschichteten Pappbecher, klassische „Coffee-To-Go“-Becher, füllen pro Jahr acht Millionen typischer Stadt-Mülleimer.

Für die Abfallwirtschaft selbst ist vor allem das Abfallvolumen der Papierbecher im „To-Go“ Sektor ein Problem. Es beträgt bis zu 15 Prozent des Volumens der vorhandenen Abfalleimer im städtischen Bereich.

Mit der Kampagne „Werde Cupster!“ will Bonnorange daher den Bonner Bürgerinnen und Bürgern Alternativen aufzeigen. Es gilt Müll zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und damit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und der Sauberkeit in der Stadt zu leisten. Auftakt ist die Vorstellung der Kampagne auf dem Bonner Münsterplatz am Donnerstag, den 18. Juli, um 11 Uhr.

Der Bonner Verwaltungsratsvorsitzender Helmut Wiesner und die Bonnorange-Vorständin Vorständin Kornelia Hülter informieren über Zahlen, Daten und Fakten. Ebenfalls vor Ort sind Testimonials, Vertretern der Mehrweg-Systemanbieter, der DeHoga und der IHK und weitere interessante Gesprächspartner.

16.07.2019