Bonn Rhein-Sieg


Bild. Kreissparkasse Köln

EC-Karte unbrauchbar – Kunden sauer

(m.g.) Viele Kunden der Kreissparkasse Köln sind stinksauer. Das wird bei einem Besuch auf der Facebook-Seite des Kreditinstituts offensichtlich. Der Grund sind die angekündigten technischen Einschränkungen. Diese legen praktisch die EC-Karte der Kunden der Kreissparkasse lahm. Vom 23. bis zum 25. August können sie weder Euros am Geldautomaten abheben, mit der Karte ihre Einkäufe bezahlen oder im Supermarkt Geld abheben, Online-Banking, das Online-Brokerage, paydirekt und die Sparkassen-App nutzen. Kunden, die sich nicht vorher mit Bargeld eindecken, sind damit für den Zeitraum zahlungsunfähig.

Daher fordert die Kreissparkasse Köln ihre Kunden zum frühzeitigen Bargeld-Abholen auf. Betroffen sind Kunden der Kreissparkasse Köln und der ehemaligen Stadtsparkasse Bad Honnef. Das stößt so manchem bitter auf. So könnten Kunden, die noch im Urlaub sind und davon nichts wissen, dieses Wochenende mächtig auf dem Schlauch stehen, wenn sie mit ihrer Karte frisches Urlaubsgeld abheben wollen. Darauf macht zum Beispiel eine Nutzerin aufmerksam. „Es wäre schön gewesen, die "lieben Urlauber" vor ihrem Urlaub von dieser Aktion zu informieren. Wie komme ich denn im Nicht-Euro-Ausland an Euros, liebe Kreissparkasse?“, fragt sie.

Ein weiterer Nutzer schließt sich der Frage an: „In den Ferien? Am letzten Ferienwochenende? Während viele noch im Ausland sind, die Info nicht gelesen haben und keinen PIN für ihre Kreditkarte "ganz fix" bestellen können? Ich sehe schon den Familienvater, der in Südfrankreich am Samstag tankt und mit der Karte bezahlen will, wie der die Woche drauf am Schalter tobt.“

Als Grund für die technische Einschränkung nennt die Bank die anstehende Fusion zwischen der Stadtsparkasse Bad Honnef und der Kreissparkasse Köln. Dass deswegen jedoch die Debitkarte der Bank für zwei Tage unbenutzbar ist, stößt auf Unverständnis. „Sorry, liebe Kreissparkasse, aber das ist einfach nur unverschämt. Zwei Tage für so eine Aktion, lächerlich! Euer Glück: Ich bin zu faul zum Wechseln“, schreibt eine Kundin.

 „Schade, dass man diese Einschränkungen bei 200 € Kontoführungsgebühren pro Jahr auf sich nehmen muss. Eine solche Migration kann meiner Meinung nach auch über Nacht durchgeführt werden, wenn man entsprechende Vorbereitungen trifft", meint ein anderer. Die genannten Einschränkungen beziehen sich ausschließlich auf die Nutzung der Sparkassen-Card, heißt es bei der Kreissparkasse Köln. Die Kreditkarte könne wie gewohnt nutzen werden.