Ruck(es) Kolumnen


Benzin immer billiger?

Der mehr oder weniger gepflegte Blödsinn bei SPOTT-on auf BONNDIREKT während der sechswöchigen Sommerpause nähert sich seinem verdienten Ende. In der nächsten Woche geht es dann wieder los mit dem real existierenden Wahnsinn aus Politik, Zeitgeist und Gutmenschentum. Freuen Sie sich schon jetzt, denn es wird fürchterlich. Versprochen!

Vorher erkläre ich aber noch den Hintergrund der Überschrift dieses Beitrags: Benzin wird in der zweiten Urlaubshälfte traditionell immer billiger. Warum dies so ist vermögen nur die Mineralölkonzerne zu erklären und die machen es natürlich nicht. Also müssen Sie sich mit den Erklärungen in dieser Kolumne zufrieden geben.

Waren das noch Zeiten, als der Liter Diesel € 1,49,9 an der Billigtankstelle kostete. Damals haben wir unser Auto einfach stehen lassen, dafür bei Amazon online drei Paar Socken bestellt und sind zweimal in der Woche mit dem eigenen Auto um den Block gefahren, damit die Nachbarn bemerkten, dass wir uns die die hohen Spritpreise leisten konnten. Diese Angeber-Zeiten sind vorbei, mit dem Auto zu fahren ist demnächst ohnehin billiger als ein teures ÖPNV-Ticket.

In Trottel-Trumps USA gibt es erste Tankstellen mit einem Minuspreis(siehe Foto). Dort müssen Tankkunden nichts mehr bezahlen, sie bekommen für die Minussumme sogar eine Gutschrift. Diese dürfen sie allerdings nur zum Kauf von Produkten aus dem überteuerten Alkoholregal der jeweiligen Tankstelle nutzen. Auf diese Weise holen sich die Sprit-Geier ihre Subvention wieder herein. Verschenkt wird eben nichts.

Sollte dieses System auch nach Deutschland überschwappen und bisher ist noch alles Schlechte aus den USA irgendwann bei uns gelandet, werden subventionierte Tankstellen-Kunden demnächst kistenweise alkoholische Qualitätsprodukte wie kroatischen Prosecco, nigerianisches Dosenbier und Wodka aus Vietnam aus den Regalen deutscher Tankstellen-Shops in die Kofferräume ihrer vollgetankten Karossen laden. Da lohnt sich ein SUV wegen seiner Ladekapazität gleich doppelt.

Um viel Gratis-Benzin zu verbrauchen und die damit verbundene höhere Gutschrift zu erhalten, müssen die Autofahrer natürlich erst einmal sinnlos in der Gegend herum kutschieren. Das dadurch entstandene höhere Verkehrsaufkommen und der erhöhte CO2-Ausstoss erfreuen wiederum den Abzocker-Verein 'Deutsche Umwelthilfe', der auf neue Chancen für sein höchst profitables Abmahnungssystem lauert und hier ein neues Fass aufmachen kann.

Und den ideologisch verhornten Umweltkriegern sei hier mal verkündet: Autofahren ist einfach billiger als ÖPNV, macht viel mehr Spaß und was schert uns die Umwelt in Europa, wenn in China und anderen aufstrebenden Schwellenländern neue Kohlekraftwerke gebaut oder in Südamerika Regenwälder abgefackelt werden? Wir retten diese wirre Welt doch nicht, indem wir mit dem Fahrrad oder in der Straßenbahn unseren Bierkasten nach Hause transportieren und dann im TV zusehen, wie Greta Thunberg mit dem e-bike zur Rettung des Klimas über den See Genezareth radelt.

Sonniges Wochenende!