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Foto: Johanniter

Johanniter: Neue Intensivstation entlastet Notärzte Bonns

(m.g.) Die Johanniter-Kliniken in Bonn investieren in die Zukunft. Gerade laufen die Neubauarbeiten der Intensivstation des Johanniter-Krankenhauses. Die Kosten belaufen sich auf 6,2 Millionen Euro. Die Erweiterung der Kapazitäten der Station und die neusten Hygienestandards bringen enorme Verbesserungen für die Patienten des Hauses, aber auch für die Notfallmedizin in ganz Bonn.

Im Bereich Hygiene setzt die Station neue Maßstäbe. „Zum einem verfügen die neuen Zimmer der Station über zwei Schleusen. Eine zum Betreten des Zimmers, eine zweite zum Verlassen des Zimmers“, so Prof. Dr. med. Yon-Dschun Ko, Ärztlicher Direktor der Kliniken. So wird die Verbreitung von Keimen auf der Station erheblich verringert. „Verbessert wird das Ganze durch die Tatsache, dass wir Unter- oder Überdruck in den Zimmern erzeugen können. So können wir je nach Situation verhindern, dass Keime in das Zimmer gelangen oder das Zimmer verlassen“, erklärt Prof. Ko.

Die Hygienevorrichtungen in den Zimmern wurden mit Experten erarbeitet. „So ist nicht nur ein optimales Luftmanagement der Räume garantiert, sondern auch das Management des Wassers und der Wege. Kein möglicherweise mit Keimen kontaminiertes Wasser verlässt die Zimmer und die Verkehrswege der Station sind so konzipiert, dass alles, was mit Keimen belastet sein könnte, direkt in der Schleuse entsorgt wird“, so Ko.

 „Wir sind einer der wichtigsten Gesundheitsversorger in Bonn und Umgebung. Durch den Ausbau der Intensivstation entlasten wir die gesamte Notfallmedizin in Bonn“, sagt Helmut Häfner, Krankenhausdirektor der beiden Johanniter Krankenhäuser in Bonn. „Besonders wichtig ist es, dass wir die Bettenzahlen von derzeit 14 Stück, von denen im Moment zwölf im Einsatz sind, auf eine Stückzahl von 20 erhöhen können“, erklärt Häfner. „Dafür ist uns die Bonner Feuerwehr und ihre Notärzte sehr dankbar. Denn oft finden die Notfallärzte, wenn sie einen Einsatz haben, kein Krankenhaus, das ihren Notfallpatienten aufnehmen kann. Mit der Erhöhung unserer Bettenzahlen auf 20 entspannen wir hier die Situation der Notärzte in Bonn deutlich“, erklärt Häfner.

Die Zimmer sind groß angelegt, so dass genügend Raum zum Arbeiten ist. Bei ihrer Gestaltung wurden die Mitarbeiter der Intensivstation mit einbezogen „Durch die Beteiligung des Pflegepersonals erreichen wir, dass ihnen ihr neuer Arbeitsplatz gefällt und sie sich dort wohl fühlen“, sagt Ute Pocha, Pflegedirektorin der Kliniken. Das sei wichtig angesichts des Mangels an Pflegekräften. So biete das Krankenhaus einen attraktiven Arbeitsplatz.

 „Die Umbauarbeiten der Intensivstation erfolgen mit dem Ziel, die Versorgung der Patienten und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Johanniter-Krankenhauses zukunftssicher und in Orientierung an die neuste Medizintechnik und Ausstattung anzupassen“, erklärt Daniel Siepmann, Kaufmännischer Direkter der Johanniter-Kliniken.

Auf der interdisziplinären Intensivstation werden Patienten bei lebensbedrohlichen Erkrankungen oder nach großen Operationen von einem erfahrenen Team aus Ärzten und Pflegekräften behandelt und betreut. Der Standort des Johanniter-Krankenhauses wird durch die Renovierung weiter gestärkt. Die Bonner Johanniter-Kliniken verfügen über 652 Betten und 1.524 Mitarbeiter. Gemeinsam bilden sie einen der bedeutendsten Gesundheitsversorger in der Region Bonn. 2018 wurden 25.632 Patienten stationär und 47.636 Patienten stationär behandelt.

11.09.2019