Kultur


Beethovenfest 2019: 'Mondschein'

Erfolgreiche Bilanz Beethovenfest 2019

(e.b.) - Das Beethovenfest 2019 ist am Sonntagabend höchst erfolgreich zu Ende gegangen. Unter der Leitung von Wladimir I. Fedossejew gestaltete das Tschaikowsky-Symphonieorchester Moskau das Abschlusskonzert des Beethovenfestes und sorgte mit Mussorgskys »Eine Nacht auf dem kahlen Berge«, Prokofjews Violinkonzert Nr. 2 und Tschaikowskys »Manfred«-Symphonie für große Begeisterung!

Ausgehend vom diesjährigen Festivalmotto »Mondschein« setzte Nike Wagner in ihrem Festvortrag die verschiedenen Wahrnehmungen und Widerspiegelungen des Mondes in Zusammenhang mit ihrem fein ausgearbeiteten Programm. Viele Besucher folgten Nike Wagners Konzertempfehlungen und ließen sich auf die musikalische Begegnung mit dem Erdtrabanten ein. Die besondere Qualität dieses Festivalkonzeptes erfuhr ebenso wie die hochkarätigen Besetzungen lebhaften Zuspruch!

Begleitet von einem intensiven Nocturne-Wochenende und spartenübergreifenden performativen Formaten appellierte die Saison 2019 an die so genannte »Mondschein-Sonate« und schlug den Bogen vom Lyrisch-Romantischen bis zum Geisterhaft-Unheimlichen dieses Themas. Immer ging es um eine ideen- und rezeptionsgeschichtliche Perspektive auf das Werk Ludwig van Beethovens.

Das Eröffnungskonzert der renommierten Philharmonia Zürich unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste, der Soloabend des vielfach preisgekrönten französisch-kanadischen Pianisten Louis Lortie, der Auftritt des Ensemble Modern und amarcord mit der Sopranistin Sarah Maria Sun sowie das Konzert des Orchestra of the Age of Enlightenment unter der Leitung von Adam Fischer oder auch das gemeinsame Campus-Projekt der Deutschen Welle und des Beethovenfestes Bonn mit dem diesjährigen Gastland Südafrika unterstrichen den internationalen Anspruch des Beethovenfestes.

Neben der Uraufführung von Bettina Skrzpczaks »Mouvement fantastique« durch die Robert- Schumann-Philharmonie, bereitete vor allem die Uraufführung des Violinkonzertes »Schnur« des Komponisten Enno Poppe als Hommage an Beethoven dem Publikum große Freude. Es spielte das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung seines neuen Chefdirigenten Alan Gilbert. Den Solopart übernahm die Geigerin Carolin Widmann. Auch konzeptionell ungewöhnliche Projekte wie Haydns Kammeroper »Die Welt auf dem Monde«, dargeboten von der Kammeroper München, das E-MEX-Ensemble mit »Blackbird« oder das Asasello Quartett, das mit der MOUVOIR Kompanie unter der Leitung der Choreographin Stephanie Thiersch »Bilderschlachten« präsentierte, trugen ebenso dazu bei, das Profil des Beethovenfestes zu stärken und zu verdeutlichen. 

Mit einer vorläufig gemessenen durchschnittlichen Auslastung von 80% schließt das Beethovenfest Bonn 2019 erfolgreich ab. Etwa 21.000 Besucher erlebten die Konzerte des Beethovenfestes Bonn 2019. Ausverkauft waren knapp 40% der insgesamt 47 Veranstaltungen. 51% der Veranstaltungen wiesen eine Auslastung von mehr als 85% aus. In den Zahlen sind die Besucher des Eröffnungswochenendes in der Bonner Innenstadt sowie die Kooperation mit dem Bonner Theater nicht enthalten.

Bereits jetzt stehen die Motti für das kommende Jahr fest: Neben seiner traditionellen Spielzeit im Herbst bietet das Beethovenfest Bonn im Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 eine zusätzliche Spielzeit vom 13. bis 22. März 2020: »Seid umschlungen!«.

Das Motto für das eigentliche Beethovenfest vom 04.-27. September 2020 lautet:

»Auferstehn, ja auferstehn«