Bonn Rhein-Sieg


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Rheinpromenade - kurzfristige Lösung muss her

(m.g.) „Die Rheinpromenade ist das Aushängeschild der Stadt Bonn“, meint Jannis Vassiliou, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen. Letzten Freitag hat nun der Rat der Stadt Bonn beschlossen, die Rheinpromenade umzubauen. Die Umgestaltung mit Gesamtkosten von rund 22,5 Millionen Euro soll in drei Bauabschnitten umgesetzt werden. Noch drei Monate, dann beginnt das Beethoven-Jahr. Bis dahin wird die Umgestaltung wohl nicht realisiert sein.

Aber eben für dieses Jahr werden in Bonn besonders viele Gäste und Touristen erwartet. Daher haben bereits im Sommer die CDU, Bündnis 90/Die Grünen und die FDP den Antrag „Erlebnisort Rheinufer“ gestellt. Darin fordern sie neben einem Konzept zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und des gastronomischen Angebots an der Bonner Rheinpromenade auch kurzfristige Lösungen.

Die Antragssteller setzen sich für „hochwertige, kurzfristige und temporäre“ Lösungen zur Verschönerung der Rheinpromenade ein, um bereits im Beethoven-Jahr ein attraktives Rheinufer bieten zu können. Als Vorbild für den Antrag dient die Neugestaltung des Rheinufers in Basel. Es gab dort in etwa die gleiche Ausgangslage wie in Bonn, und die Ergebnisse sind erprobt und werden sehr gut angenommen. Dabei handelt es sich um mobile Gastroeinheiten, Container mit kleinen Gastrobetriebe mit Tischen und Stühlen, gegebenenfalls unter aufgespannten Sonnensegeln und anderen Nutzungen, etwa einer „Bibliothek“ zum Verweilen, Austausch und Lesungen.

„Diesen Antrag unterstützen wir voll und ganz“, sagt Karina Kröber, Vorstandsmitglied bei City Marketing. Und auch beim Einzelhandelsverband kommt er gut an. Dabei geht es nicht um die Schaffung von „Bauwerken für die Zukunft“, sondern um „charmante Provisorien“ mit denen die Menschen sich arrangieren können und die nicht zwingend unverändert bleiben müssen. Bereits im Jahr 2012 wurde der „Masterplan Rheinufer“ ins Leben gerufen. Viel geschehen ist seitdem nicht.

BONNDIREKT hat sich bei der Stadt nach dem Antrag „Erlebnisort Rheinufer“ erkundigt. Sprecherin Isabel Klotz teilte mit, dass dieser vom Rat angenommen wurde. Jetzt „wird die Verwaltung zeitnah eine Projektgruppe einrichten zur Erarbeitung eines Konzepts zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und des gastronomischen Angebots an der Bonner Rheinpromenade. Das Projekt „Umbau Rheinufer“ zwischen Beethovenhalle und Zweiter Fährgasse soll im Rahmen des Masterplans Innere Stadt zur Förderung aus Mitteln der Städtebauförderung angemeldet werden“.

30.09.2019