Gesundheit


Foto: Johanniter

Woche des Sehens – wenn das Auge schwächelt

(m.g.) Anlässlich der „Woche des Sehens“ veranstaltet das Johanniter-Krankenhaus Bonn am Montag, den 7. Oktober, wieder eine Informationsveranstaltung zu dem Thema „Auge und Sehen“. Jeder weiß es. Mit dem Alter werden die Augen schwächer und das Lesen fällt zunehmend schwerer. Oft fängt es mit dem „Kleingedruckten“ an. Aber auch Augenkrankheiten können ein Grund für das schlechtere Sehvermögen sein. „Das kann unter anderem eine Makuladegeneration, der Graue oder der Grüne Star sein“, erklärt PD Dr. Ulrich Fries. Er ist Chefarzt der Augenklinik des Bonner des Johanniter-Krankenhauses.

Die altersbedingte Makuladegeneration kann zu einer schweren Sehbehinderung führen. Die auf das farbliche Sehen spezialisierten Sinneszellen in der Augenmitte verlieren dabei ihre Funktion. Dem kann man nur vorbeugen mit Sonnenschutz für die Augen, gesunder Ernährung und einer gefäßfreundlichen Lebensweise ohne Rauchen. Der Graue und der Grüne Star sind Augenerkrankungen des Innenauges, die zur Sehverschlechterung führen. Auch wenn beide Erkrankungen ähnlich genannt werden, sind die Ursachen, Symptome und Konsequenzen sehr unterschiedlich.

Beim Grauen Star handelt es sich um eine Trübung der Augenlinse, die zu einer fortschreitenden Beeinträchtigung des Sehvermögens führt. Beim Grünen Star – auch Glaukom genannt - sind Blut- und Sauerstoffversorgung gestört, wodurch der Sehnerv allmählich abstirbt. Die Durchblutungsstörungen können dann häufig als Folge zu erhöhtem Augeninnendruck führen. Hier kann eine Laserbehandlung oder eine Operation helfen. Mit beiden wird der Abfluss des Kammerwassers verbessert.

Der Graue Star verringert die Sehschärfe. Dies führt zu Problemen beim Autofahren, zunächst oftmals in der Nacht und bei Blendung und beeinträchtigt ab einem gewissen Grad die Fahrtauglichkeit. Zu diesem Zeitpunkt sollte zu Erhaltung der Fahrtauglichkeit und Sicherheit im Straßenverkehr die Operation des „Grauen Stars“ erwogen werde.

„Liegt eine entsprechende Linsentrübung vor, bietet sich die Operation des Grauen Stars an. Durch das Einsetzen einer künstlichen Linse wird die Sehschärfe des Patienten deutlich verbessert“, so PD Dr. Ulrich Fries. Aber nicht nur die zentrale Sehschärfe kann so verbessert werden. Auch Farben werden wieder leuchtender wahrgenommen und die Blendempfindlichkeit nimmt ab.

Die trübe Augenlinse ist ein UV-Schutz für die Netzhaut, diese wird deshalb im Johanniter-Krankenhaus grundsätzlich durch hochwertige Linsen mit sehr gutem UV-Schutz und leicht gelblicher Farbetönung ersetzt, welche in etwa der eines vierjährigen Kindes entspricht. „Bei der Operation des Grauen Stars können wir bei der Auswahl der Linse auf die Wünsche des Patienten eingehen“, sagt PD Dr. So kann berücksichtigt werden, ob er ohne Brille in die Ferne oder in der Nähe sehen kann.

Oft leiden Menschen unter Grünen und Grauen Star in Kombination. „Seit vielen Jahren wird in solchen Fällen eine kombinierte Operation der Augenlinse und des Glaukoms meist als „Filterkissen“ vorgenommen. Die modernen Glaukom Implantate, welche am Johanniter-Krankenhaus sehr erfolgreich einsetzt werden, bieten die Chance, die Katarakt und das Glaukom kombiniert zu operieren“, so PD Dr. Ulrich Fries. Diese Implantate werden von der Krankenkasse bezahlt, da in der Regel teure Augentropfen eingespart werden.

Die Veranstaltung zur „Woche des Sehens“ findet am Montag, 7.10.19, von 15:00 Uhr - 17:15 Uhr im Johanniter-Krankenhaus (Konferenzsaal, 4. Etage), Johanniterstraße 3-5 in 53113 Bonn unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. med. Ulrich Fries statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

02.10.2019