Bonn Rhein-Sieg


Bild: MEYER-KÖRING

Bonner Unternehmertage: digitalen Wandel nicht verschlafen

(m.g.) In vielen deutschen Chefetagen wird die Bedeutung des digitalen Wandels vernachlässigt. Die Unternehmen meinen offenbar, ausreichend gerüstet zu sein. Das ist das Ergebnis einer Studie des Unternehmens Planat. Die Digitalisierung ist lange keine Modeerscheinung mehr, sondern betrifft alle Industriezweige. Dabei gibt sich der deutsche Mittelstand keine herausragenden Noten, so die Studie. Den Fortschritt der Unternehmen im Zuge der Digitalisierung werten nur 27 Prozent der Befragten mit der Schulnote „gut“, 43 Prozent jedoch mit „befriedigend“, weitere 24 Prozent nur mit „ausreichend“.

Viele Prozesse in Unternehmen sind noch nicht auf die digitale Zukunft vorbereitet. „Die Digitalisierung erfordert eine kritische Analyse der Bestandsprozesse und Ausrichtung auf digitale Instrumente“, erklärt Christian Biebl, Geschäftsführer von Planat. Vor allem in der produzierenden Industrie sind die Prozesse zwischen Einkauf, Verkauf, Produktionsvorbereitung und Logistik längst etabliert, aber nicht immer effizient. Eine bessere Digitalisierung führt zu einer höheren Wertschöpfung. „Die Qualität von Digitalisierungsprojekten steht und fällt mit der Akzeptanz bei den Nutzern, und damit auch mit der Usability. Viele Standard-Softwareprodukte sind nicht nah genug an den tatsächlichen Anwendungsszenarien“, sagt Biebl.

Daher steht die Digitalisierung thematisch im Mittelpunkt der diesjährigen Bonner Unternehmertage. Bei dem zweitägigen Veranstaltungsformat beleuchten renommierte Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft wichtige Entwicklungen und deren Folgen für die Unternehmen. Als politischer Repräsentant und Hauptredner hält Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, am Montag, den 7. Oktober, um 18 Uhr, einen Vortrag zum Thema „Nordrhein-Westfalen – Motor für eine neue Dynamik in Deutschland“.

Dr. Andreas Menkel, Rechtsanwalt und Partner bei MEYER-KÖRING, ist verantwortlich für die Programmgestaltung der Bonner Unternehmertage: „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dem diesjährigen Programm wieder einen wichtigen Beitrag dazu leisten können, dass Unternehmerinnen und Unternehmer sich mit wichtigen Fragen auseinandersetzen, gleichzeitig aber auch Impulse und Lösungsansätze erhalten. Die Bandbreite an Themen sowie die hochkarätige Besetzung machen die Bonner Unternehmertage zu einem einzigartigen Angebot in der Region.“

Ein weiters Thema ist die Europäischen Union und Großbritannien. Denn drei Wochen vor dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU beschäftigt der Brexit zunehmend auch deutsche und damit Bonner Unternehmer. Das Thema „Der No-deal-Brexit – Konsequenzen für Unternehmen, Bürger, Europa und das Vereinigte (?) Königreich“ des renommierten Wirtschaftsanwalts Prof. Dr. Stephan Eilers steht deshalb ebenfalls auf dem Veranstaltungsprogramm. Zuvor wendet sich der Chefinvestmentstratege der Postbank, Dr. Marco Bargel, mit einer nicht minder dringlichen Frage an die Gäste: „Wirtschaft im Konjunkturabschwung: Wann kommt die Wende zum Besseren?“ Dies sind nur einige Themen der zweitägigen Veranstaltung, die dieses Jahr zum 14. Mal stattfindet. Veranstalter sind MEYER-KÖRING Rechtsanwälte Steuerberater, die IHK Bonn/Rhein-Sieg sowie die Postbank.

Die Bonner Unternehmertage sind ein kostenloses Angebot für Unternehmerinnen und Unternehmer sowie für Selbstständige, Freiberufler und Vertreter öffentlicher Institutionen. Sie finden in diesem Jahr am 7. und 8. Oktober 2019, jeweils ab 14 Uhr, in der Redoute in Bonn-Bad Godesberg statt. Ausführliche Informationen rund um das Event finden sich auf www.bonner-unternehmertage.de.

04.10.2019