Daher sollen im Rahmen eines Bergungs- und Entfluchtungskonzepts in einer ersten Baustufe zwischen den Bahn-Haltestellen ,Tannenbusch-Mitte‘ und ,Bonn-West‘ auf den Stadtbahnlinien 16 und 63 gleisbegleitend begehbare Sicherheitsräume für Fahrgäste errichtet werden. Diese Maßnahme ist Anfang 2013 begonnen worden und wird voraussichtlich Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Das Bergungs- und Entfluchtungskonzept wird vom Nahverkehr Rheinland (NVR) mit 85 Prozent gefördert. Die Kosten der Fördermaßnahme belaufen sich auf 1,449 Millionen Euro.

Die Sicherheitsräume werden dann noch über Treppen und Tore an das öffentliche Straßennetz angeschlossen. Außerdem werden so genannte Eingleisstellen hergestellt. Im Havariefall eines Fahrzeuges auf der Strecke besteht dann eine Anfahrmöglichkeit von der Straße zum Ein- beziehungsweise Ausgleisen von Zweiwegefahrzeugen. Die Störung kann auf diese Weise schneller behoben werden. Die Zugänglichkeit zum Straßen- oder Wegenetz ist im Notfall von entscheidender Bedeutung, da medizinische oder technische Einsatzkräfte nah an den Unfallort heranfahren können. Eine Evakuierung von verunglückten Fahrzeugen ist so erheblich einfacher.

„Wir haben unser Bahnnetz darauf untersuchen lassen, wie Fahrgäste im Gefahrenfall ein Bahnfahrzeug möglichst schnell verlassen können“, berichtet Stadtwerke-Geschäftsführer Heinz Jürgen Reining. „Und dann natürlich ein Konzept entwickelt, um Schwachstellen zu entschärfen. Vor allem für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität stellen die Baumaßnahmen zwischen ‚Tannenbusch-Mitte‘ und ‚Bonn-West‘ einen deutlichen Zugewinn an Sicherheit dar.“ Da für Tunnelstrecken differenzierte Vorgaben gelten und eingehalten werden, besteht dort kein Handlungsbedarf.

„Der Nahverkehr Rheinland hat gerne die Förderung des Bergungs- und Entfluchtungskonzept übernommen, denn die Sicherheit der Fahrgäste steht bei allen Beteiligten des ÖPNV an erster Stelle. Die Maßnahme ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Bonner ÖPNV-Netzes. Das ist sehr gut angelegtes Geld für unsere Kunden im Nahverkehr“, so der Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH, Dr. Norbert Reinkober. Die Gesamtkosten der Fördermaßnahme betragen 1,449 Millionen Euro. Der NVR übernimmt davon 85 Prozent (1,232 Millionen Euro). Der Eigenanteil der Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH als Antragstellerin liegt bei 217.300 Euro.