Auf dem Teller


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Angezündet: Grillgenuss ohne Reue

Grilltipps der Lebensmittelüberwachung des Rhein-Sieg-Kreises 

(rsk/ar) – Die Grillsaison ist gestartet! Damit das Grillen von Fleisch, Gemüse oder anderen Leckereien zu einem unbesorgten Vergnügen wird, sollten aus Sicht des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Rhein-Sieg-Kreises folgende Tipps beachtet werden:

Zum Anzünden sollten auf keinen Fall Spiritus oder Benzin verwendet werden. Am besten verwendet man Grillanzünder. Das Grillgut sollte erst aufgelegt werden, wenn die Kohle gut durchgeglüht ist. Gas- oder Elektrogrill sind gute Alternativen, wenn man auf Kohle verzichten möchte.

Kühlungsbedürftiges Grillgut, wie zum Beispiel Fleisch und Würstchen erst kurz vor dem Grillen aus dem Kühlschrank oder der Kühltasche nehmen. Zum Schutz vor Bakterien ist Hygiene wichtig: Fertig Gegrilltes sollte nicht wieder auf die Platte gelegt werden, auf der vorher das rohe Grillgut lag. Dabei kann es zu einer Übertragung von Bakterien kommen.

Das Grillgut sollte unbedingt auf Alufolie oder in Aluschalen auf den Grill gelegt werden, denn wenn Fleischsaft oder Marinade in die Glut tropft, entsteht Rauch, der krebserregende Stoffe enthält. Alternativ kann man Grills verwenden, bei denen die Hitze von der Seite kommt, weil dort Kohle und Glut gelagert werden. Gemüse sollte auch in Alufolie gegart werden, da es ansonsten beim Grillen sehr schnell anbrennt.

Das Grillgut braucht nur so lange wie nötig erhitzt zu werden, auf jeden Fall sollte es bis ins Innere durchgegart sein. Dies gilt insbesondere für Geflügel- und Schweinefleisch. Verbrannte Stellen sollten unbedingt vor dem Verzehr abgeschnitten werden, da auch hier Schadstoffe enthalten sind.

Auf Fleischwaren wie Kasseler, Leberkäse oder andere gepökelte Erzeugnisse sollte man beim Grillen verzichten. Bei der Erhitzung können krebserregende Nitrosamine entstehen.

Grundsätzlich gilt: Fleisch selber zu marinieren hat Vorteile. Erstens kann man eine eigene Marinade kreieren und zweitens kann man beim Kaufen besser erkennen, welche Qualität das Fleisch hat.

Also Finger weg von fertig zugematschtem, "geschminkten" Fleisch, das man nicht mehr im Original erkennen kann.