Kultur


Bundeskunsthalle zeigt 'Kino der Moderne'

Als Deutschland Hollywood Konkurrenz

(e.b.)-  Einen Blick auf die Lichtspielzeit von 1918 bis 1933 und Klassiker wie "Nosferatu" und "Metropolis" bietet die Ausstellung "Kino der Moderne - Film in der Weimarer Republik" in der Bundeskunsthalle von  Dezember 2018 bis Sonntag, 24. März 2019.

Die Bundeskunsthalle präsentiert die neue Ausstellung gemeinsam mit der Deutschen Kinemathek. Im Zentrum der Schau stehen die Wechselwirkungen zwischen Kino, Kunst und Alltag, Mode und Sport, Mobilität und urbanes Leben, Genderfragen und die Popularität der Psychoanalyse. Aber auch die gesellschaftlichen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges spiegeln sich im Kino der Moderne.

Das Kino der 20er Jahre bot ein Experimentierfeld und prägte wie keine andere Stilepoche des deutschen Films die internationale Filmästhetik. Die deutsche Filmproduktion, und mit ihr Regisseure wie Friedrich Wilhelm Murnau und Fritz Lang, Stars wie Marlene Dietrich und Emil Jannings, erlangten zu dieser Zeit Weltgeltung. Die deutsche Filmindustrie galt kurzfristig sogar als ernsthafte Konkurrenz zu Hollywood.

Vom Kimono bis zum Filmplakat

Das Kino der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde durch Inszenierungen und Medieninstallationen lebendig. Viele Exponate werden erstmals öffentlich ausgestellt und durch ausgewählte Leihgaben aus Kunst, Design und Architektur aus dem In- und Ausland ergänzt.

Zu sehen gibt es unter anderem Plakat-Entwürfe des Vampir-Klassikers "Nosferatu" und Autogrammkarten von Willy Fritsch, Hans Albers und Luis Trenker. Einen Blick hinter die Kulissen erlauben Szenenbildentwürfe von Walter Reimann für "Das Cabinet des Dr. Caligari" und Kettelhuts Stadtentwürfe für Fritz Langs "Metropolis". Gezeigt wird zudem Lola Lolas Kimono aus "Der blaue Engel", Szenenfotos aus "Geheimnisse einer Seele" und "Die weiße Hölle vom Piz Palü".

Weitere Informationen gibt es unter www.bundeskunsthalle.de.