Kultur


Bundeskunsthalle (Foto: Bundeskunsthalle)

Bundeskunsthalle mit sehr guter Besuchersteigerung

(e.b./e.r.) - Mit knapp 675.000 Besucher*innen blickt die Bundeskunsthalle auf ein überaus erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Es war das zweitbeste Ergebnis der letzten zehn Jahre und mit einer Steigerung zum Vorjahr um weitere gut 10 Prozent.

Auch im Jahr 2019 wird die Bundeskunsthalle ein lebendiger und vielfältiger Ort sein, der von seiner Programmvielfalt geprägt ist. Zu sehen sind in diesem Jahr Ausstellungen und Veranstaltungen, die Kunst- und Kulturgeschichte, Pop und Literatur, zeitgenössische Kunst und klassische Musik wie auch Performance und Tanz thematisieren und miteinander verbinden.

Nachfolgend eine kurze Übersicht des kommenden Ausstellungsprogramms: 

Ladies and Gentlemen, dear collegues,

MALERFÜRSTEN
noch bis 27. Januar 2019

ERNST LUDWIG KIRCHNER
Erträumte Reisen
bis 3. März 2019

MICHAEL JACKSON
On the Wall

22. März – 14. Juli 2019

Michael Jackson zählt zu den einflussreichsten Künstlern, die das 20. Jahrhundert hervorbrachte und dessen Wirkung im neuen Jahrtausend fortdauert. Seine Bedeutung in allen Bereichen der Popkultur – Musik, Musikvideo, Tanz, Choreografie und Mode – ist allseits bekannt, sein beträchtlicher Einfluss auf die zeitgenössische Kunst allerdings noch eine ungeschriebene Geschichte. Doch seit Andy Warhol 1982 sein Bild zum ersten Mal verwendete, machte auch die bildende Kunst Jackson zur meistdargestellten Figur der Medienwelt. Die Ausstellung untersucht diesen Einfluss von Michael Jackson auf die zeitgenössische Kunst.
 
ANNA UDDENBERG

5. April – 15. September 2019

Die in Berlin lebende schwedische Künstlerin Anna Uddenberg (geb. 1982 in Stockholm) reflektiert aufmerksam unsere Zeit, unseren Alltag und untersucht, wie sich die Konsumkultur auch durch neue Technologien – insbesondere die sozialen Medien – verändert. Sie analysiert Gesellschafts- und vor allem Repräsentationssysteme und hinterfragt explizit die Rolle und das Rollenklischee von Frauen und auch die eigene Verortung als Künstlerin. Ihre Medien wie Skulptur, Installation oder Video spiegeln dabei die zeitgenössische Relevanz.

GOETHES GÄRTEN
Grüne Welten auf dem Dach der Bundeskunsthalle

14. April – 15. September 2019

Der Garten auf dem Dach der Bundeskunsthalle lädt zum ästhetischen Genuss ebenso wie zur naturwissenschaftlichen Erkundung ein. Als Goethe im Frühjahr 1776 sein erstes Weimarer Anwesen bezog, das berühmte „Gartenhaus“, galt sein besonderes Interesse dem weitläufigen Garten. Neben einem Nutzgarten legte Goethe auch einen kleinen englischen Landschaftsgarten mit Wegen und schattigen Ruheplätzen an. Der Garten der Bundeskunsthalle wird all diese Aspekte aufgreifen.

GOETHE
Verwandlung der Welt

17. Mai – 15. September 2019

Johann Wolfgang Goethe ist der weltweit bekannteste Dichter deutscher Sprache. Bereits zu Lebzeiten erstreckte sich sein Ruhm auf ganz Europa. Seine Werke wurden in unzählige Sprachen übersetzt, und Figuren wie Werther oder Faust eroberten alle Kunstgattungen und sämtliche Sparten der Populärkultur. Wie kein zweiter Dichter seiner Zeit hat Goethe jene Veränderungen reflektiert, die um 1800 die politischen, ökonomischen und kulturellen Fundamente Europas erschütterten. Die erste große Goethe-Ausstellung seit 25 Jahren veranschaulicht sein Werk und seine Biografie im Horizont der frühen Moderne sowie die einzigartige Rezeptionsgeschichte seines Wirkens.

AGE OLD CITIES
Eine virtuelle Reise von Palmyra nach Mossul

Ab Spätsommer/Herbst 2019

Mossul, Aleppo, Palmyra und Leptis Magna: Die Namen stehen als Symbole für ein mythisches, antikes Erbe und für glanzvolle Zivilisationen. Sie stehen aber auch für stark in Mitleidenschaft gezogene antike Stätten, zerstört oder verunstaltet als Ergebnis aktuell herrschender Konflikte und durch die Gewalt von Fanatikern. Die Ausstellung lädt zu einer Reise durch Raum und Zeit ein: in die ruhmreiche und prächtige Geschichte der Orte, in die aktuelle, durch Zerstörung gekennzeichnete Gegenwart und in eine Zukunft, die eine Aussicht auf den Wiederaufbau der antiken Stätten bietet.

CALIFORNIA DREAMS
San Francisco – Ein Porträt

13. September 2019 – 12. Januar 2020

Die Ausstellung zeichnet ein vielfältiges Porträt der Stadt San Francisco über vier Jahrhunderte und würdigt sie als einen Ort, dessen pluralistische Identität bis heute stetig neu verhandelt werden muss.
Sowohl der pazifisch-asiatische Raum im Westen als auch Europa im Osten haben San Francisco nachhaltig geprägt. Mit Kunstwerken und historischen Objekten erzählt die Ausstellung die wechselvolle Geschichte dieser Stadt, von der immer wieder weltweite Impulse ausgingen. So berührt die Ausstellung wichtige globale Fragen unserer Gegenwart, besonders die Themen Migration und Vertreibung.

BITTESCHÖN. DANKESCHÖN

Martin Kippenberger. Eine Retrospektive

1. November 2019 – 16. Februar 2020

Martin Kippenberger war einer der medial und stilistisch vielschichtigsten und wichtigsten deutschen Künstler, der die 1980er- und 1990er-Jahre maßgeblich geprägt hat. Sein Schaffen führte schon zu Lebzeiten zu einer herausragenden Position innerhalb der zeitgenössischen Kunstgeschichte. Kippenbergers reiches Œuvre umfasst Zeichnungen, Plakate, Collagen, Multiples, Künstlerbücher, Fotografien, Musik, Malerei, Skulptur und raumgreifende Installationen, was die Ausstellung spiegeln wird.

BEETHOVEN
Welt. Bürger. Musik.

17. Dezember 2019 – 26. April 2020

Zum 250. Geburtstag des großen Komponisten und Visionärs Ludwig van Beethoven (1770–1827) präsentiert die Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Beethoven-Haus Bonn die zentrale Ausstellung zum Jubiläumsjahr 2020.

Die interdisziplinär angelegte Schau zeichnet die wichtigsten Lebensstationen Beethovens nach und verschränkt diese mit seinem musikalischen Werk. Präsentiert werden einzigartige Originalexponate und ikonische Porträts, die die Persönlichkeit des Komponisten vorstellen und gleichzeitig sein gängiges Bild in der Öffentlichkeit hinterfragen.