K. Nabis-Blues
Von Kiff Richards (Gitarrist bei Roling Stonz)
Die Cannabis-Legalisierung ist immer noch verbesserungswürdig, aber sie trägt erste konstruktive Rauchschwaden. In Hamburg wurde jetzt eine erste Statistik eröffnet, die interessante Zahlen offeriert. (siehe nachfolgenden Text).
Als erstes Bundesland hat Hamburg die Kriminalstatistik für 2024 veröffentlicht. Das Konsumcannabisgesetz zeigt genau die beabsichtigte Wirkung:
„Das Inkrafttreten des Cannabisgesetzes, durch das sämtliche Straftaten mit Cannabisprodukten aus dem Betäubungsmittelgesetz gestrichen wurden, führte ab April letzten Jahres zu einem starken Fallzahlenrückgang. Die Gesamtzahl der Rauschgiftdelikte in der PKS ist um -33,5 % bzw. -5.709 Fälle gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Konsumentendelikte gingen um -42,8 % bzw. -5.952 Fälle zurück, der Handel und Schmuggel um -28,3 % bzw. -659 Fälle.
Friedrich Merz im Juli 2024 zu diesem Thema:
Mit der Cannabis-Legalisierung steht Deutschland vor einer rasant zunehmenden, immer brutaler werdenden Rauschgiftkriminalität. Genau das haben nahezu alle Experten der Bundesregierung vorausgesagt, aber sie hat die Bedenken vom Tisch gewischt.“
Gegner der neuen Cannabis-Verfügung fragen, was daran positiv sei u.a. mit dem Hinweis, Cannabis würde genau so viel konsumiert wie vorher und sei eben gesundheitsschädlich und könne in Abhängigkeit führen.
Natürlich gibt es dagegen Einwände und es gibt auch wahre Einwände zu den Einwänden. Bei so viel Einwänden wären auch Einsichten nicht fehl am Platz. Aer bei diesen mangelt es noch etwas. Aber lesen Sie selbt ein paar Sätze zu diesem Thema.
Dasselbe gilt auch für Tabak, Alkohol, Glücksspiele und zuckerhaltige Nahrungsmittel. Cannabis ist übrigens nicht zwangsläufug gesundheitsschädlich und die Gefahren einer Abhängigkeit sind nicht sehr hoch, vor allem, weil es nicht körperlich abhängig macht wie Nikotin oder Alkohol.
Positiv steht dem entgegen:
-Die Straffervolgungsbehörden müssen nicht jeden protokollieren, der mit ein paar Gramm Gras aufgegriffen wird.
– Konsumenten, auch Gelegenheitskonsumenten wie ich, machen sich nicht strafbar, wenn sie bestimmte Mengen Cannabis besitzen oder mit sich führen.
– Cannabiskonsumenten haben legalen Zugang zu sauberen Cannabisprodukten durch Eigenanbau, Apotheken und immer mehr durch die CSCs. Cannabis vom Schwarzmarkt ist oft gestreckt mit verschiedenen Substanzen von Haarspray über Blei bis harte Drogen. Außerdem sind die Sorten und somit auch die Wirkung und der THC/CBD Gehalt nicht bekannt. Dadurch sind Konsumenten erheblich geringeren Gesundheitsrisiken ausgesetzt und wissen, worauf sie sich einlassen.
– Cannabiskonsumenten sind immer weniger dem Schwarzmarkt und der Organisierten Kriminalität ausgeliefert, die, bei nicht gestiegenem Konsum, allerdings schon geschwächt sein dürfte.
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