Zwei Tage vor der Wahl
Leute, seid doch nett miteinander: Ich bin es doch auch.
Die Diskussion bedeutender oder sich dafür Haltender und erfahrener ehemaliger Bonner Mitmischer von Kommunalpolitik und Verwaltungshirschen zwei Tage vor der Wahl 2025 ist doch müßig. Ob Dörner die Stadtgesellschaft gespalten hat, ob Deus mehr als ‚Pützchens Markt‘ kann, ob in Peking ein Sack Reis vom LKW gefallen ist oder Trump nicht mehr weiß, mit wem er gerade verheiratet ist? Das alles interessiert den Rest der Gesellschaft nur noch bedingt. Und die Frage, ob Dörner oder Deus das Amt eines Stadtoberhauptes können oder nicht, beantworte ich als „Alter weiser Spötter“ und nicht als „Alter weißer Mann so“: Dörner hat bisher eindrucksvoll gezeigt, dass sie es nicht kann. Deus hat noch nichts bewiesen, weder das Nicht-Können noch das Können. Dazu hatte er ja noch keine Gelegenheit.
Ich halte es so: Ich werde keinen der Beiden wählen, ich werde in Bonn überhaupt nicht wählen, weil ich im benachbarten Wachtberg wähle. Vom dortigen Hügel schaue ich aber in großer Belustigung und einer gewissen Sorge auf Bonn herunter, nicht aus Überheblichkeit. Mich erschrecken viele Leute, die glauben sich politisch betätigen zu müssen. Aus reiner Eitelkeit, weil sie sonst keine Hobbys pflegen oder abends Termine mit ihren Partnern nicht teilen müssen und deshalb das Haus verlassen? Egal, aber ich habe den ernsthaften Eindruck, dass die Stadtgesellschaft und der gegenseitige Respekt in früheren Bonner Zeiten besser funktionierten, die Akteure seriöser ambitionierter daher kamen. Waren wir in den neunziger Jahren besser oder bilden wir uns das nur ein?
Vielleicht sollten sich die Diskutanten auf diesem von mir wenig geschätzten Social- Media-Kanal mit etwas Abstand im frühen neuen Jahr mal treffen. Vielleicht im Café des Kunstmuseums bei Michael Clevenhaus? und lockere Gespräche führen. Es heißt doch immer: Gegensätze haben auch eine gewisse Anziehungskraft.
Wäre toll, wenn das klappen würde und das Tollste: Ich gebe die erste Runde aus!
12.09.2025
